Nach 34:32 gegen Dresden Nordhorn-Lingen Sonntag im Finale gegen Springe

Von Uli Mentrup

Sechs Tore steuerte Jens Wiese zum Halbfinalsieg gegen Dresden bei, Die HSG Nordhorn-Lingen spielt am Sonntag imFinale gegen HF Springe. Foto: Doris LeißingSechs Tore steuerte Jens Wiese zum Halbfinalsieg gegen Dresden bei, Die HSG Nordhorn-Lingen spielt am Sonntag imFinale gegen HF Springe. Foto: Doris Leißing

Krefeld. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat beim Select-Cup das Finale erreicht. Das Zwei-Städte-Team setzte sich am Samstagabend im Halbfinale mit 34:32 gegen den starken Drittligisten HC Elbflorenz Dresden durch. Am Sonntag um 16.30 Uhr treffen die Niedersachsen in Dormagen auf den Zweitligaaufsteiger HF Springe.

Die HSG, die durch einen 29:27-Erfolg (26:26) nach Siebenmeterwerfen gegen Gastgeber HSG Krefeld ins Halbfinale eingezogen war, bestimmte gegen Dresden weitgehend das Geschehen. Nur bis zum 4:5 lag sie zurück, dann zog sie bis auf sieben Tore davon (19:12, 28:21). Erst in der Schlussphase wurde es noch einmal knapper. Dresden kam bis auf zwei Tore heran (32:30), konnte die Partie aber nicht mehr drehen.

„Ein verdienter Sieg“, erklärte HSG-Trainer Heiner Bültmann und bescheinigte seiner Mannschaft, die ohne den verletzten Patrick Miedema und den erkrankten Frank Schumann auskommen musste, eine „phasenweise richtig gute Vorstellung. Das war deutlich besser als gegen Krefeld.

Zunächst ließ das Zwei-Städte-Team wenig Gegentreffer zu. Die Abwehr stand, der Angriff nutzte die Möglichkeiten. Doch individuelle Fehler begünstigten die Dresdener, in deren Reihen etliche Spieler mit mindestens Zweitligaerfahrung standen. Immerhin hatte das Team im ersten Spiel 27:24 gegen den Zweitligisten TSV Bayer Dormagen gewonnen.

„Das war nicht optimal“, stellte Bültmann mit Blick auf Schwachstellen im zweiten Durchgang fest. Bei der HSG war die Belastung zu spüren. Auf den Außenpositionen mussten Pavel Mickal und Jürgen Rooba über die kompletten 60 Minuten spielen. Mickal (8) und Rooba (7) waren die besten Werfer von Nordhorn-Lingen vor Jens Wiese und Nicky Verjans (beide 6).

Respekt verschafft hat sich auch HSG-Finalgegner Springe. Der Zweitligaaufsteiger, bei dem Nordhorn-Lingen am 5. September zum Punktspiel antreten muss, hatte sich im ersten Spiel mit 28:25 gegen den neuen Ligarivalen TuS Ferndorf behauptet, und im Halbfinale den österreichischen Meister Alpla HC Hard deutlich geschlagen. Gegen Hard hatte die HSG vor einem Jahr beim Select-Cup noch das Spiel um Platz fünf mit 26:30 verloren.