8 Titel bei den Meisterschaften BW Dörpen ringt Konkurrenz beim „Heimspiel“ nieder

Von Dieter Kremer


Dörpen. Mit einem klassischen Fehlstart haben am Samstag bei den Niedersachsenmeisterschaften die Wettkämpfe für die Ringer von Gastgeber SV Blau-Weiß Dörpen begonnen. Doch aus sportlicher Sicht gab es in der Dörpener Halle am Schulzentrum noch ein Happy End, denn nach vier Stunden griechisch-römischem Wettkampf blieben am Ende acht Titel im Emsland.

Dreimal gewann Dörpen bei den C-Junioren durch Artur Gaas, der in der Gewichtsklasse bis 20 Kilogramm der einzige Teilnehmer war, Mark Mordowzew (bis 31 Kilogramm) und Maik Günther (bis 49 Kilogramm). Für das einzige blau-weiße Gold bei den B-Junioren sorgte Nikita Mordowzew (bis 50 Kilogramm), während bei den Männern Evgeni Demkin (bis 59 Kilogramm), Andre Demkin (bis 75 Kilogramm), Sergej Baal (bis 85 Kilogramm) und Daniel Makkai (bis 98 Kilogramm) ihre Lorbeeren erhielten.

Baalbestritt zwei Kämpfe, die er beide gewann. Pawlos Kiouptzidia vom TuS Komet Arsten schulterte der 28-Jährige, danach besiegte Baal seinen Teamkollegen Tobias Malon nach Punkten. Eigentlich waren fünf Teilnehmer gemeldet. Doch zwei Ringer hatten Übergewicht und musste eine Gewichtsklasse höher antreten.

Genau 100 Ringer aus elf Vereinen nahmen an den Niedersachsenmeisterschaften teil. Die jüngsten Teilnehmer waren sieben Jahre alt. Mit 23 Athleten schickte BW Dörpen die meisten Ringer ins Rennen. Dahinter folgten TKW Nienburg (19) und AFG Ringerverein Hannover (11). Eine Jugendliche wollte auch mitringen, weil sie aber die Einzige war, fand kein Wettkampf statt. „Frauen dürfen nicht gegen Männer kämpfen – nur bis zur C-Jugend, also nur bis zum Alter von 10 Jahren“, erklärt Baal.

Dörpen war erstmals Austragungsort der Niedersachsenmeisterschaften. 2006 hatten die Blau-Weißen lediglich einmal Oberligawettkämpfe ausgerichtet. Die Gastgeber, deren Abteilungsleiter Baal niedersächsischer Jugendreferent und Mitglied im Präsidium des Niedersächsischen Ringer-Verbandes ist, hatten sich erfolgreich um die Ausrichtung beworben.

Die Zuschauerresonanz fiel am Samstag geringer aus als erhofft, denn im Anschluss an die offizielle Eröffnung begannen bereits gegen 10.45 Uhr die Wettkämpfe. „Viele sind erst am Nachmittag gekommen, waren aber teilweise zu spät“, so Baal. Gegen 15 Uhr fanden bereits die Siegerehrungen statt. „Ich hätte gerne mehr Besucher gesehen und hatte auch viel mehr erwartet“, zeigte sich Baal etwas enttäuscht.

Nachbarschaftshilfe hatten die Dörpener bei der Organisation erhalten. Weil sie nur über eine Matte verfügen, wurden zwei weitere aus Oldenburg beziehungsweise Quakenbrück zur Verfügung gestellt. Die Quakenbrücker nahmen ihre Matte nach dem Wettkampf direkt wieder mit, die andere brachte Baal am Tag danach wieder zurück.

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