Emslandarena ausverkauft Nordhorn-Lingen bricht nach Gala noch ein



Lingen. Die Enttäuschung war groß: Vor 3798 Zuschauern in der ausverkauften Emslandarena brach die HSG Nordhorn-Lingen nach einer Galavorstellung in der ersten Halbzeit noch ein und verlor gegen den Aufstiegsaspiranten ThSV Eisenach deutlich mit 23:29 (16:12).

Wieder eine große Kulisse, wieder verloren wie gegen Leipzig “, zog HSG-Rechtsaußen Pavel Mickal einen Vergleich. Aber diese „ fantastische Kulisse in der tollen Halle “ beeindruckte die Gäste genauso wie die Gastgeber. „Schade, dass wir nicht gewonnen haben“, meinte HSG-Trainer Heiner Bültmann.

Den Einbruch nach der Pause mussten die HSG-Akteure erst einmal verdauen. In dieser Phase setzte sich der Gast aus Thüringen mit 17:7 durch. „Wie kann so etwas passieren?“, fragten sich nicht nur die Fans.

Bültmann erinnerte daran, dass sein Team in den letzten Monaten mit nur zehn Feldspielern auskommen musste und die körperlichen Strapazen riesengroß waren. Aber in der zweiten Halbzeit steigerte sich Eisenach unglaublich. „Der Gegner hat in der Deckung umgestellt. Wir haben nicht mehr so gut abgeschlossen“, erkannte Jens Wiese, der mit dem Halbzeitpfiff die bis dahin beinahe optimale HSG-Vorstellung mit dem 16:12 gekrönt hatte.

Der Vorsprung schmolz schneller als Schnee in der Sonne dahin. Nach 43 Minuten glich der wuchtige Gast aus (19:19). Nach dem 20:20 demoralisierte Eisenach die HSG, die mehr als zehn Minuten ohne Torerfolg blieb.

Dabei gab es Möglichkeiten zur Wende. „Aber wir haben viele freie Bälle nicht genutzt“, wirkte Alex Terwolbeck fast ein wenig ratlos.

Die Heimniederlage ist besonders ärgerlich, weil Nordhorn-Lingen vor der Pause an der Leistungsgrenze agierte. In der Abwehr ließen die Gastgeber nur wenig zu. Sie machten die Räume ganz eng, attackierten hart. Eisenach wurde förmlich zu Fehlern gezwungen, verzeichnete unerklärliche Ballverluste. Ganz anders die HSG, die sich in den ersten 30 Minuten sensationell gegen verschiedene Abwehrformationen behauptete und die Treffer phasenweise toll herausspielte. Doch dann setzte sich der Gast doch noch durch dank des größeren Willens.


HSG Nordhorn-Lingen - ThSV Eisenach 23:29 (16:12)

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (9 Paraden), Bartels (0 Paraden, bei einem Siebenmeter); Verjans (3), Wilmsen, Schumann, Leenders (1), Mickal, Miedema, Meyer (3), Schagen (6/4), Terwolbeck, de Boer (2), Kintrup, Wiese (8).

ThSV Eisenach: Villadsen (14/1 Paraden, bis 25., ab 30.), Gorobtschuk (0/25.-30.); Trautvetter, Elisson (10/5), Sklenák (1), Wöhler, Jurdzs (3), Jonsson (2), Luther (3), Forstbauer (3), Schliedermann, Hansen, Heinemann (1), Lilienfelds (5), Koloper (1).

Siebenmeter: 4/5 (Schagen scheiterte an Villadsen, 52., trifft zuvor viermal.; Verjans trifft gegen Kominek) -5/4 (Elisson trifft jeweils).

Zeitstrafen: 10 Min. (Schagen, 12.; Miedema, 27.; de Boer, 30., 56.; Schumann, 40.) / 4 Min. (Sklenak, 18.; Lilienfelds, 41.).

Zuschauer: 3798 in der ausverkauften Lingener Emslandarena.

Schiedsrichter: Christoph Immel (Tönisvorst) / Ronald Klein (Ratingen).

Beste Spieler: Wiese, Schagen / Elisson, Lilienfelds, Villadsen.

Spielfilm: 2:0 (3.), 3:2 (5.), 6:2 (11.), 6:3 (12.),7:5 (17.), 10:6 (21.), 11:8 (24.), 13:10 (27.), 14:11 (29.), 16:12 (Hz.) - 16:15 (37.), 18:16 (40.), 19:19 (43.), 20:20 (46.), 20:23 (51.), 20:26 (55.), 23:29 (En.)

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