Thüringer Sonntag in Lingen Bültmann schiebt Eisenach die Favoritenrolle zu

Durchsetzen will sich bdie HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag bim letzten Spiel des Jahres in der Lingener Emslandarena gegen ThSV Eisenach. Nils Meyer (r.) ist wieder genesen. Foto: Werner ScholzDurchsetzen will sich bdie HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag bim letzten Spiel des Jahres in der Lingener Emslandarena gegen ThSV Eisenach. Nils Meyer (r.) ist wieder genesen. Foto: Werner Scholz

Lingen. Zum Jahresfinale erwartet die HSG Nordhorn-Lingen noch ein echtes Highlight: Am Sonntag um 17 Uhr kommt der als Meisterschaftsfavorit gehandelte ThSV Eisenach in die Lingener Emslandarena.

Dabei spricht die Tabellenkonstellation eher für den Gastgeber, der sich seit einigen Wochen in der Aufstiegszone etabliert hat. Die Thüringer dagegen sind nur schwer in die Saison gekommen, haben sich aber zuletzt beharrlich weiter nach oben orientiert.

Nach dem 36:25-Auftakterfolg bei Empor Rostock versetzte ausgerechnet Nordhorn-Lingen dem Gegner einen Schock: Die Niedersachsen feierten beim 28:25 den ersten Erfolg beim ThSV . Damit hatte der Gastgeber offenbar nicht gerechnet. Er verlor das nächste Heimspiel 22:26 gegen TuSEM Essen. Zuletzt allerdings war der Gegner auf Kurs, sodass er noch immer das Ziel Aufstieg ausgibt.

Noch vor dem Ende des ersten Saison-Viertels setzten die Verantwortlichen der Klubs auf einen Trainerwechsel. Der Isländer Adalsteinn Eyjolfsson, der den ThSV in die Erste Bundesliga geführt hatte, musste nach 7:9 Punkten und Tabellenplatz zwölf gehen. Für ihn kam Velimir Petkovic, der 1976 als Spieler mit Banja Luka Europapokalsieger der Landesmeister wurde. Der 58-Jährige war von 2004 bis 2013 in Göppingen tätig und gewann mit dem Klub 2011 und 2012 den EHF-Pokal . Ihm sollen auch Angebote als Nationaltrainer vorgelegen haben.

Der Kader ist bestens besetzt . „Vielleicht sogar noch besser als in der Ersten Liga“, meint HSG-Trainer Heiner Bültmann. Im Rückraum Mitte stehen mit dem Isländer Hannes Jonsson, dem Tschechen Tomas Sklenak und dem Deutschen Marcel Schliedermann gleich drei starke Alternativen zur Verfügung, rechts sind es Jan Forstbauer, Dener Jaanimaa und Girts Lilienfeld. Links verfügt Aivis Jurdzs über viel Erstligaerfahrung. Am Kreis dominieren Nikolai Hansen und Branimir Koloper. Der breit besetzte Kader eröffnet viele Möglichkeiten. Gerade in Wochen mit vielen Spielen und hoher körperlicher Belastung, ist das wichtig.

„Da hat Eisenach uns etwas voraus“, sagt Bültmann, der den Gast in der Favoritenrolle sieht. „Aber wir haben ein Heimspiel und einen guten Lauf“, hält er gegen. „Es wird schwer, aber mit Unterstützung des Publikums als achtem Mann und einer Topleistung können wir es schaffen“, ist der 43-Jährige sicher.


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