Keine Geschenke für Trodler Nordhorn-Lingen will in Essen achten Sieg in Serie

Zwei Jahre hat Paul Trodler bei der HSG gespielt. Freitag ist er mit TuSEM Essen Gastgeber für die Mannschaft von Nordhorn-Lingens Trainer Heiner Bültmann.. Foto:Werner ScholzZwei Jahre hat Paul Trodler bei der HSG gespielt. Freitag ist er mit TuSEM Essen Gastgeber für die Mannschaft von Nordhorn-Lingens Trainer Heiner Bültmann.. Foto:Werner Scholz

Nordhorn. Keine Pause für die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen. Sie müssen am zweiten Weihnachtstag um 18 Uhr bei TuSEM Essen antreten. Die schwere Aufgabe wollen sie sich mit zwei Punkten versüßen.

Nordhorn-Lingen peilt zum Rückrundenstart den achten Sieg in Serie an. Doch das wird nicht leicht beim Tabellen-16., der in heimischer Halle seit Ende September ungeschlagen ist. Das reizt die HSG-Handballer, die sich auf ein Wiedersehen mit Paul Trodler freuen, der zwei Jahre unter Heiner Bültmann gespielt hat und zu Saisonbeginn zu seinem ehemaligen Klub zurückgekehrt ist. Den umgekehrten Weg hat Toon Leenders genommen. Kontakt zu Trodler hat Bültmann zuletzt allerdings nicht gehabt. Zu Beginn der Serie war das noch anders. „Aber jeder hat seine aktuellen Aufgaben, die er erledigen muss“, erklärt der HSG-Coach. Geschenke sind nicht geplant.

Bültmann weiß, dass Trodler der Essener Abwehr Stabilität gibt. Sie ist Prunkstück des Gastgebers, der Probleme im Angriff offenbart: Kein Konkurrent hat seltener getroffen als TuSEM (439). Dass es für Essen schwer werden würde, war klar bei Abgängen wie André Kropp (Emsdetten) Philipp Pöter (Leipzig), Niclas Pieczkoewski (Nettelstedt) oder Julius Kühn (Gummersbach).

Allerdings gab es neben Trodler weitere Verstärkungen: Allen voran Michael Hegemann (Bergischer HC), der 2007 im deutschen WM-Kader stand und der Führungsspieler im Team ist. Er bildet mit Trodler den Innenblock. Im Angriff bekam ihn die HSG im Hinspiel erst nach 40 Minuten in den Griff. Dennis Szczesny (Bittenfeld) war lange verletzt, hat sich aber wieder zurückgemeldet. Ein wuchtiger und durchsetzungsfähiger Handballer.

Bei der HSG stehen bis auf Matthias Poll alle Akteure zur Verfügung. Nils Meyer wirkte beim Sieg gegen Rostock schon wieder mit. „Er ist noch nicht wieder bei 100 Prozent angekommen. Aber es wird immer besser“, sagt Bültmann, der ahnt, wie motiviert Essen nach der jüngsten 17:37-Pleite in Bittenfeld gegen die HSG ist.


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