Emsbürener Trainer und Reiter Entscheidung für Ukraine fiel Tebbel nicht schwer

René Tebbel (Foto) reitet zukünftig für das ukrainische Team eines Oleksandr Onischtschenko, der auf Gut Einhaus in Herzlake sein Quartier aufgeschlagen hat. Foto: zoRené Tebbel (Foto) reitet zukünftig für das ukrainische Team eines Oleksandr Onischtschenko, der auf Gut Einhaus in Herzlake sein Quartier aufgeschlagen hat. Foto: zo

Emsbüren. Springreiter René Tebbel startet ab dem 1.Januar für die ukrainische Nationalmannschaft (wir berichteten) mit dem seit 2002 amtierenden Präsidenten und aktiven Reiter des nationalen Reitsportverbandes Oleksandr Onischtschenko. „Die Entscheidung ist mir nicht schwergefallen“, sagte der Emsbürener.

Seit September 2013, als Tebbel seinen Ausnahmehengst Light On an den ukrainischen Milliardär Onischtschenko verkauft hatte, übt er das Amt des ukrainischen Nationaltrainers aus. Dabei ließ er seine reitsportlichen Ambitionen ruhen, ohne irgendwann seinen Rücktritt vom aktiven Sport zu erklären. „Ich bin seit 2012 immer mal wieder von Onischtschenko gefragt worden, ob ich mir einen Start für die Ukraine vorstellen könne“. Konkret wurden die Vertragsgespräche nach Tebbels Aussage vor rund drei Monaten. „Am Sonntag habe ich dann unterschrieben“, erläuterte der Emsländer, nachdem die Internationale Reiterliche Vereinigung (FEI) und die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) ihr Einverständnis gegeben hatten.

„Ich werde nur zwei bis drei Pferde reiten, um auch noch mein Traineramt mit vollem Einsatz ausfüllen zu können“, erklärt René Tebbel . Light On wird er allerdings nicht satteln. Der Hengst wird weiter von Tebbels erfolgreichem Sohn Maurice im Sport vorgestellt. Zurzeit ist das Pferd nach fast viermonatiger Verletzungspause im behutsamen Aufbautraining. „Er geht Schritt und etwas Trab“, rechnet Tebbel damit, dass der Hengst etwa Ende März sein Springvermögen wieder zeigen kann. „Vermutlich werden wir ihn in Spanien erstmals wieder einsetzen.“

Im Januar starten Tebbel, Onischtschenko und der Brasilianer Cassio Rivetti bei vier Turnieren in Dubai für die Ukraine. Zum Team gehören zudem noch die Deutschen Ulrich Kirchhoff und Katharina Offel sowie der Ungar Ferenc Szentimai und der Ukrainer Oleg Krasug.

Mit Tebbel im Team ist die ukrainische Mannschaft erheblich stärker geworden. Bei der Weltmeisterschaft im September in Frankreich hat die Ukraine mit Tebbel als Trainer Rang neun belegt. Wann der Emsländer erstmals in unserer Region für die Ukraine in den Sattel steigt, lässt er noch offen. „Aller Wahrscheinlichkeit nach beim Benefizturnier des Ralf Prekel zugunsten der Kinderkrebshilfe Münster vom 20. bis 22. März in den Reithallen des RFV Haselünne.“


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