Verfolgerduell im Euregium HSG Nordhorn-Lingen mit Wilmsen gegen Bad Schwartau

Von Uli Mentrup

Stark beim Derby in Emsdetten: Luca de Boer erwartet am Sonntag mit der HSG Nordhorn-Lingen im Euregium den VfL Bad Schwartau zum Duell der Verfolger. Foto: Werner ScholzStark beim Derby in Emsdetten: Luca de Boer erwartet am Sonntag mit der HSG Nordhorn-Lingen im Euregium den VfL Bad Schwartau zum Duell der Verfolger. Foto: Werner Scholz

Nordhorn. Harte Nuss für die HSG Nordhorn-Lingen: Der Handball-Zweitligist erwartet den VfL Bad Schartau am Sonntag um 17 Uhr im Nordhorner Euregium zum Verfolgerduell. Die Marmeladen-Städter sind seit acht Punktspielen ungeschlagen.

„Eine interessante Mannschaft“, packt HSG-Trainer Heiner Bültmann die Schleswig-Holsteiner in die Kategorie Geheimfavorit. Das Team seines Kollegen Torge Greve hat erst zwei Spiele verloren, aber schon drei Remis verzeichnet. Es weist auf Platz vier einen Zähler mehr auf als Nordhorn-Lingen.

Bad Schwartau hat sich gut verstärkt: Torwart Dennis Klockmann ist aus Hildesheim gekommen. Oliver Milde (Rostock/Füchse Berlin) spielt im linken Rückraum. Auf der anderen Seite bringt Daniel Pankofer (Erlangen) viel Erfahrung mit. Er fehlte lange verletzt, dürfte aber im Euregium wieder mitwirken. Rechtsaußen Christoph Wischniewski lief zuletzt für Henstedt-Ulzburg auf. Zu den auffälligsten Akteuren zählen die Rückraumspieler Jan Schult und Toni Podpolinksi sowie Linksaußen Dennis Tretow. Ähnlich wieder die HSG ist Bad Schwartau sehr gut organisiert, tritt mannschaftlich geschlossen auf und verfügt über eine physisch starke 6:0-Abwehr.

Bültmann erwartet ein enges Spiel. In der vergangenen Saison setzte sich Nordhorn-Lingen zweimal ganz knapp durch (23:22, 25:24). Daran will das Team, das am Samstag von 14 bis 15 Uhr in der Cawila-Arena in Niederlangen noch eine Autogrammstunde gibt, anknüpfen.

„Für Bad Schwartau spricht der gute Lauf“, erklärt Bültmann. Sein Team hat allerdings bei den letzten beiden starken Auftritten gegen Coburg und in Emsdetten viel Selbstvertrauen getankt. Und das ohne die verletzten Nils Meyer und Matthias Poll, die weiter fehlen. Dafür ist Standby-Handballer Stephan Wilmsen wieder in den Kader gerückt. Er trainiert jeweils bei den Abschlusseinheiten mit. „Er ist topfit“, erklärt Bültmann. Gleichwohl hält er sich nur für den Notfall bereit. Schon in Emsdetten hat der Coach häufiger gewechselt, damit die Belastung für seine Spieler nicht zu hoch wird. Das hat gut geklappt.