39. Landessporttag in Celle KSB-Chef Michael Koop jetzt im Präsidium des LSB

Von Dieter Kremer

Michael Koop (kariertes Hemd) im Anschluss an die Sitzung. Foto: privatMichael Koop (kariertes Hemd) im Anschluss an die Sitzung. Foto: privat

Sögel. Überraschende Personalie beim Landessportbund Niedersachsen in Hannover: Der Vorsitzende des Kreissportbundes Emsland, Michael Koop, gehört ab sofort als frisch gewählter Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Sportbünde dem Präsidium des LSB an. Koop ist damit erster Emsländer in diesem Gremium.

Eine Woche vor dem 39. Landessporttag am vergangenen Samstag in Celle sei er gefragt worden, ob er anstelle eines erkrankten Kollegen aus Friesland kandidieren wolle, erklärt Koop. Weil die anderen zwei Kandidaten aus Cuxhaven und Hannover vor Ort ihre Kandidatur zurückzogen, war der Weg frei für Koop. „Was auf mich zukommt, weiß ich auch noch nicht“, gesteht er, „aber es ist eine spannende Aufgabe.“ Es sei noch nicht viel zu planen gewesen. Doch die ersten E-Mails „mit nett gemeinten Hinweisen“ erreichten Koop bereits auf dem Heimweg. Zunächst will sich Koop mit den Vertretern der vier Regionen (Lüneburg, Braunschweig, Hannover und Weser-Ems) zusammensetzen. Ein Ziel ist es, die 48 niedersächsischen Kreissportbünde möglichst unter einen Hut zu bekommen. „Der Gestaltungsspielraum ist von null bis hundert“, so Koop.

Voller Tatendrang stellt er sich der ebenso neuen wie überraschenden Herausforderung. „Ich glaube, es ist für Weser-Ems und auch fürs Emsland eine Riesenchance. Wir stellen uns jetzt der Aufgabe. Und durch die Unterstützung aller wird das schon klappen.“

Koop trat 2010 die Nachfolge von Gerd Hoffschroer als KSB-Präsident an. Hoffschroer gab seinen Posten nach 16 Jahren auf. Im September 2013 wurde Koop auf dem Kreissportag in Meppen einstimmig wiedergewählt.

318 Delegierte aus 59 Landesfachverbänden und 48 Sportbünden nahmen am Landessporttag teil. Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten eine neue Satzung für den LSB. „Die Satzungsneufassung ist notwendig, um die Zukunftsfähigkeit des LSB abzusichern“, sagte LSB-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach. Neu ist danach die Übertragung der haftungsrechtlichen Verantwortung auf den hauptberuflichen Vorstand.

„Die Satzungsneufassung ist notwendig, um die Zukunftsfähigkeit des LSB abzusichern“, sagte LSB-Präsident Wolf-Rüdiger Umbach.

Er kündigte bereits für den 26. November die Verabschiedung eines ersten Nachtragshaushaltsplanes an, da der LSB mit zusätzlichen Mitteln aus der Finanzhilfe in Höhe von rund 2,117 Millionen Euro rechnen könne. Von dieser Gesamtsumme seien rund 450 000 Euro durch einmalige Sondereffekte für 2015 bereits gebunden. Die Verteilung der verbleibenden Mittel solle so erfolgen, dass fast 400 000 Euro für den Sportstättenbau der Vereine bereitgestellt werden könnten. „Wir bedienen damit alle uns bekannten Anträge für Baumaßnahmen für 2015 mit den üblichen Zuschüssen“, sagte Umbach. Außerdem könne der LSB wie angekündigt sämtliche Personalkosten für die hauptberuflichen Sportreferenten bei den Sportbünden bezuschussen. Die Verbände sollen einen Betrag von 431 000 Euro auf ihre Förderkontingente erhalten.

Mit großer Mehrheit beschlossen die Delegierten eine neue Satzung für den LSB. Neu ist danach die Übertragung der haftungsrechtlichen Verantwortung auf den hauptberuflichen Vorstand. Dieser erhält damit Organstatus. Das Präsidium als gemischtes Board wird für die politische Zielrichtung und Außenvertretung zuständig sein. Verankert in der Satzung sind nun auch die beiden Gremien ‚Ständige Konferenz der Sportbünde‘ und ‚Ständige Konferenz der Landesfachverbände‘. Sie dienen dem Meinungsaustausch und der Meinungsbildung. Deren Vorsitzende sind künftig auch Mitglieder des LSB-Präsidiums. Neu ist zudem der Wirtschaftsbeirat als Beratungsgremium für das Präsidium. Der Wirtschaftsbeirat berät über die vom Vorstand zu erstellenden Haushaltspläne, Jahresrechnungen und Nachtragshaushaltspläne sowie Beteiligungen und Investitionen und das Gebäudemanagement.

Die Delegierten wählten Umbach einstimmig in seiner Funktion als LSB-Präsidenten für vier Jahre wieder. Wiedergewählt wurden zudem die bisherigen Präsidiums-Mitglieder Hedda Sander, Gabriele Wach, Joachim Homann und Thorsten Schulte. Sie sind nach der neuen Satzung Vizepräsidentinnen bzw. Vizepräsidenten, das Ressortprinzip wird aufgegeben. Wie bisher gehört auch der Vorsitzende der Sportjugend Niedersachsen, Thomas Dyszack, dem Präsidium an.

Neue Mitglieder im Präsidium sind Michael Koop und der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Landesfachverbände, Wolfgang Hein (Präsident des Landesschwimmverbandes Niedersachsen). Beide waren nach dem Landessporttag von den Ständigen Konferenzen zu Vorsitzenden gewählt worden.


Michael Koop trat 2010 die Nachfolge von Gerd Hoffschroer als KSB-Präsident an. Hoffschroer gab seinen Posten nach 16 Jahren auf. Im September 2013 wurde Koop auf dem Kreissportag in Meppen einstimmig wiedergewählt. „Wir sind Dienstleister für den Sport im Emsland, wollen das weiter sein und diese Position weiter ausbauen“, sagte Koop vor dem Kreissporrtag in einem Interview. Im „wahren Leben“ ist Michael Koop Apotheker in Lingen.