Fährmann wird disqualifiziert Marco di Carli für Kurzbahn-WM nominiert

Von Klaus Hüsing


Wuppertal. Statt sich nach erfolgreicher Kurzbahn-DM auf eine ruhige Adventszeit mit Training in München zu freuen, darf Marco di Carli gleich wieder die Koffer packen. Der Sögeler wurde für die Weltmeisterschaft, die vom 3. bis 7. Dezember in Doha stattfindet, nominiert.

Gerade wegen seiner starken Leistung über 100 Meter Freistil, wo er am Freitag in Wuppertal mit persönlicher Bestzeit von 47,75 Sekunden hinter Steffen Deibler Vizemeister wurde, will der DSV nicht auf den Schwimmer der SG Frankfurt verzichten. Immerhin stehen in Katar die 4x-100-Meter-Freistil- und -Lagenstaffel auf dem Programm. Als gutes Zeichen wertete di Carli die Berufung besonders nach der verkorksten Sommersaison, als der 29-Jährige über 100 Meter Rücken das Ticket zur Heim-EM in Berlin knapp verpasst hatte. Diese Strecke beendete di Carli in Wuppertal in sehr guten 52,01 Sekunden als Dritter hinter dem überragenden Christian Diener (Potsdam) und hinter Teamkamerad Jan-Philip Glania (51,87). Über 50 Meter Rücken hatte er hinter Diener Silber geholt.

Für den Haselünner Jan Fährmann, der für die DSW Darmstadt startet, gab es nach persönlichen Bestzeiten über 100 Meter Brust (1:01,21) mit Platz 11 im B-Finale und als Achter im 50-Meter-Brust A-Finale (28,29 Sek.) eine derbe Enttäuschung am Schlusstag der deutschen Kurzbahnmeisterschaften. Im A-Finale über 200 Meter Brust wurde er als Fünfter wegen angeblich falscher Wendetechnik disqualifiziert. Mit Bestmarke von 2:13,48 Minuten hatte er sich unter die acht Besten Deutschlands geschwommen und sich dann noch auf 2:13,36 Minuten gesteigert. „Dennoch bin ich mit meiner Leistungsentwicklung sehr zufrieden“, freut der ehrgeizige Emsländer sich auf die kommende Saison.