Sögeler meldet sich zurück Kurzbahn-DM: Zweimal Silber für Marco di Carli

Von Klaus Hüsing


Wuppertal. Marco di Carli hat bei den Deutschen Kurzbahnmeisterschaften ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt. Nach der knapp verpassten Heim-Europameisterschaft im Sommer gewann der Sögel in Diensten der SG Frankfurt in der Wuppertaler Schwimmoper sowohl über 50 Meter Rücken als auch über 100 Meter Freistil mit hoffnungsvollen Zeiten die Silbermedaille.

„Die Vizemeisterschaft hinter Steffen Deibler ist echt stark, zumal ich nur ganz knapp ins A-Finale gekommen bin. Es ist nur schade, dass ich bei dem verkorksten Vorlauf die WM-Norm für Doha verfehlt habe“, konnte sich di Carli aber dennoch über die persönliche Bestzeit von 47,75 Sekunden freuen, die letztendlich das WM-Ticket bedeutet hätte. Hauchdünn lag der hessische Sportpolizist vor dem Vorlaufschnellsten Björn Hornikel (VfL Sindelfingen). Steffen Deibler schlug als Sieger in 47,49 Sekunden an, qualifizierte sich aber nicht, da er auch im Vorlauf zu langsam war. Im Rückensprint musste sich di Carli in 24,06 Sekunden nur Christian Diener (23,58 Sek.) beugen, der beim Weltcup mit Weltklassezeiten für Furore gesorgt hatte. Jetzt kommt es am heutigen Samstag drauf an, dass er vielleicht noch über 100 Meter Rücken die unterschiedlichen Normen sowohl im Vor- als auch im Endlauf erzielt. Über 200 Meter Rücken langte es für di Carli danach nur noch zu einem sechsten Platz in guten 1:56,34 Minuten.

Enttäuscht musste Sophie Buß die Heimreise nach Meppen antreten. Sowohl über 50 Meter (33,60 Sekunden) als auch über 100 Meter Brust (1:13,04 Minuten) konnte sie nach der Fuß-Operation im Sommer bei weitem noch nicht an die Form des Vorjahres anknüpfen, wo sie an gleicher Stelle im B-Finale gestanden hatte. Der Haselünner Jan Fährmann dagegen, der für die DSW Darmstadt startet, glänzte mit persönlichen Bestzeiten und schlug über 50 Meter Brust im A-Finale als Achter an und wurde im B-Finale über 100 Meter Brust Elfter.

Larissa Scherpe von den Wasserfreunden Völlen/Papenburg zeigte bei ihren ersten offenen Deutschen Kurzbahnmeisterschaften keine Nerven und steigerte ihre Bestmarke auf 34,50 Sekunden über 50 Meter Brust. Ein wenig schneller schwamm Dorothee Klumpe aus Werlte, die für W98 Hannover startet, über die gleiche Strecke (34,05 Sekunden).