Wuppertal erwartet Schwimmer Kurzbahn-DM: Marco di Carli will es wissen

Von Klaus Hüsing


Wuppertal. Nach der um drei Hundertstelsekunden verpassten Schwimm-Europameisterschaft in Berlin will sich der Sögeler Marco di Carli bei den Deutschen Meisterschaften auf der Kurzbahn optimal präsentieren. In der Wuppertaler Schwimmoper mit von der Partie sind auch Sophie Buß und die Freistilstaffel des TV Meppen, erstmalig die erst 15-jährige Larissa Scherpe von den Wasserfreunden Völlen/Papenburg sowie der Haselünner Jan Fährmann, der für die DSW Darmstadt startet.

„Ich bin gut drauf nach meinem 14-tägigen Trainingslager in den Tiroler Bergen“, ist di Carli mit seiner Form sehr zufrieden, die der Wahl-Münchener schon bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften bestätigen konnte. „Mein Trainer Olaf Bünde und ich sind optimistisch, dass recht gute Zeiten herausspringen.“ Der Sögeler Sportpolizist in Diensten der SG Frankfurt geht viermal an den Start. Er beginnt am Donnerstag über 50 Meter Rücken. Am Freitag stehen die 100 Meter Freistil und die 200 Meter Rücken auf dem Programm, wo er vor gut einer Woche in Frankfurt persönliche Bestzeit schwamm. Am Samstag, erstmalig der Schlusstag der DM, bestreitet er die 100 Meter Rücken, die in diesem Jahr zu seiner Hauptdisziplin avancierten.

Sophie Buß ist bisher nach einer Fuß-Operation im Sommer noch nicht ganz auf dem Vorjahresniveau angekommen. Trotzdem kann die 17-jährige Brustschwimmerin aus Rühlerfeld vor allem im Sprint vorne mitmischen. Auch über 100 Meter Brust will sie die Fahne des TV Meppen hochhalten, der diesmal im Einzel ohne Nicole Heidemann (Knieprobleme) auskommen muss. Vor Jahresfrist hatte Heidemann denkbar knapp die Bronzemedaille über 50 Meter Brust verpasst. In der 4x-50-Meter-Freistil-Staffel wird Heidemann allerdings zur Verfügung stehen.

Einen sehr guten Lauf hat Jan Fährmann aus Haselünne, der für sein Chemiestudium nach Darmstadt umzog. „Es ist für mich etwas ganz Besonderes, zusammen mit Europameister Marco Koch zu trainieren. Und das hat sich schon deutlich ausgezahlt“, kann der 21-jährige Brustschwimmer immerhin auf zweifache A-Finalteilnahmen bei der DM im Sommer in Berlin verweisen. Auch in Wuppertal startet der Emsländer aussichtsreich am Donnerstag über 100 Meter, am Freitag über 50 Meter und am Samstag über 200 Meter Brust. Eine weitere Butenemsländerin starten mit der Werlterin Dorothee Klumpe (W 98 Hannover) über 50 Meter Brust.

Bei den Landesmeisterschaften vor anderthalb Wochen schwamm sich die talentierte Brustschwimmerin Larissa Scherpe aus Papenburg über 50 Meter Brust unter die besten 100 im DSV und errang damit die Qualifikation für die Kurzbahn-DM.

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Für die Elite des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) geht es in Wuppertal nicht nur um Edelmetall, sondern auch um die heiß begehrten Tickets für die Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Doha/Katar (3. bis 7. Dezember 2014). „Die Deutschen Kurzbahn-Meisterschaften in Wuppertal sind eine wichtige Standortbestimmung für uns. Für die Aktiven geht es um die Qualifikation für eine gut besetzte Weltmeisterschaft in Doha“, erklärt Henning Lambertz, Chef-Bundestrainer Schwimmen im DSV. „Alle Leistungsträger werden in Wuppertal am Start sein!“