In Vechta Reiten: Werlter Rohde gewinnt Champions-Trophy

Von Helmut Diers

Der Werlter Hartwig Rohde gewann die Champions Trophy der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg im Sattel von Castella. Foto: DiersDer Werlter Hartwig Rohde gewann die Champions Trophy der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg im Sattel von Castella. Foto: Diers

Vechta. „Die Mischung macht`s“, wusste Bundesnachwuchstrainer Markus Merschformann, warum das fünftägige 12. Vechtaer Hallenchampionat im Pferdezentrum Vechta sportlich so erfolgreich war wie noch nie vorher. Das große Prüfungsangebot mit den zahlreichen Startmöglichkeiten ließ gute Reiter gleich scharenweise in Vechta starten.

„Das war Sport vom Feinsten“, kommentierte B2-Bundeskaderreiter Jan Wernke (Holdorf) nicht nur den Kampf um jede Sekunde im Stechen des Springens der Klasse S***. Den entschied B-Kaderreiter Felix Haßmann (Lienen) mit Cayles für sich. Den bärenstarken Werlter Hartwig Rohde, im Sattel von Castella, der einen eigenen Reit- und Ausbildungsstall in Vrees betreibt und für den RFV Lastrup startet, B-Bundeskaderreiter Mario Stevens mit Baloubet (Molbergen), die pfeilschnelle Janine Rijkens (Elmshorn) mit Caro As, Johannes Vornholt auf Checkpoint (Rulle) oder Tobias Meyer mit Calico (Falkenberg) trennten im Ziel nicht einmal zwei Sekunden. Rohde brachte der vierte Rang im Großen Preis den Sieg in der Champions Trophy der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg. Der Erfolg war erstmals mit einem Wanderpokal in Form eines Pferdebronzestandbildes und einem Hindernis dotiert. Den Pokal erhält jährlich der Reiter, der am erfolgreichsten in den drei Großen Preisen in Cloppenburg, Rastede und Vechta ist. Rohde lobte Castella. „Die ist schon gut, hat aber mit ihren acht Jahren noch zu wenig Erfahrung, um einen Reiter wie Haßmann zu schlagen.“

In der ersten Qualifikation (S*-Springen) zum Großen Preis belegte Rohde mit Castella Platz sieben, in der zweiten (S**-Springen) Rang zwei und mit Havinga`s Amando Rang eins. In der Rangfolge der erfolgreichsten Reiter in der mittleren und großen Tour belegte Rohde Rang drei hinter dem führenden Tobias Meyer und Mario Stevens und drei Plätze vor Felix Haßmann.

Für Aufsehen sorgte im Pferdezentrum die 17-jährige Stefanie Schleper von der PSG Lähden in der Youngstertour der sechsjährigen Springpferde. Im Sattel von Cella S gewann die Nachwuchsreiterin überlegen das Finale vor dem Iren Eoin Mc Mahon mit Talks Cheap und Denis Nielsen von der RFG Falkenberg mit Lord Beckham. Selbst international erfahrene Reiter wie Mario Stevens oder Joachim Heyer (Cloppenburg) mussten Schleper den Vortritt lassen.

Stark präsentierte sich bei den Senioren und Amateuren der Papenburger Heino Voskamp. Er verteidigte den im letzten Jahr gewonnenen „Heiner-Junge-Gedächtnispokal“ der Amateurreiter.