Vierspännerfahrer bastelt am Gespann Sandmann startet nach Pause wieder im Weltcup

Christoph Sandmann startet nach einjähriger Pause wieder im Hallenweltcup 2014/2015. Der Lähdener war 2007 Weltcupsieger. Foto: DiersChristoph Sandmann startet nach einjähriger Pause wieder im Hallenweltcup 2014/2015. Der Lähdener war 2007 Weltcupsieger. Foto: Diers

Lähden. Vor sieben Jahren holte sich Christoph Sandmann von der PSG Lähden in Leipzig den Gesamtsieg im Vierspänner-Hallenweltcup ab. Der Dauerbrenner des Weltcups greift in der Hallensaison 2014/2015 nach einjähriger Abstinenz wieder ins Weltcupgeschehen ein.

Los geht es am 21. und 22. November in der Stuttgarter Hanns-Martin-Schleyer-Halle. Dort trifft der Lähdener Spediteur mit eigener Firma auf die Crème de la Crème des Vierspännerfahrsports wie Einzelweltmeister Boyd Exell (Australien) und Mannschaftsweltmeister Ijsbrand Chardon (Niederlande). Am kommenden Wochenende steht für Sandmann , der sich eigens für den Weltcup ein Hallengespann zusammengestellt hat, ein letzter Test beim Hallenturnier im niederländischen Denekamp an. Da soll es besser laufen als letzte Woche in Wierden. „Da war ich zwar schnell genug, aber es gab zu viele Fehler. Das Gespann ist auf einer Position noch zu schwach aufgestellt“, hofft Sandmann in Denekamp durch Umstellungen besser auszusehen. „Ideal wäre ein fertiges Pferd dazu. Nur kaufen will ich keines“, so der erfolgreichste Medaillensammler aller Zeiten im deutschen Fahrsport. „Ich bin noch am Suchen.“

Sollte Sandmann nicht fündig werden, ist das für ihn kein Beinbruch. „Dann fahre ich eben kein Hallengespann zum Gewinnen, sondern pflege den olympischen Gedanken, dabei sein ist alles“. Für den Lähdener sind die Weltcupturniere wie Urlaub. „Das macht unheimlich Spaß, und meine Helfer freuen sich auch schon darauf. Sollte ich noch das ideale Pferd finden, dann bin ich auch oben dran.“

Nur eine Woche nach Stuttgart wartet auf Sandmann in Budapest die zweite Bewährungsprobe. In der ungarischen Hauptstadt trifft er wie schon in Stuttgart auf den Lokalmatador Jozsef Dobrovitz, Ijsbrand Chardon, den Mannschaftsweltmeister Koos de Ronde (Niederlande) und den Belgier Glenn Gerts sowie auf den Deutschen Meister Georg von Stein (Modautal). Die nächste Weltcupstation ist am 12. und 14. Dezember für Sandmann Genf in der Schweiz. Gegner des Lähdeners sind dort Georg von Stein, Werner Ulrich (Schweiz), Boyd Exell und Jozsef Dobrovitz. Das letzte von vier Turnieren Sandmanns ist Mechelen in Belgien. Am 29. und 30. Dezember kann er gegen Georg von Stein, Boyd Exell, Frederik Persson (Schweden) und Mannschaftsweltmeister Theo Timmermann (Niederlande) die letzten Punkte für das Finale vom 6. bis 8. Februar in Bordeaux (Frankreich) sammeln. Dort dürfen die punktbesten sechs Fahrer der Qualifikationen in Stuttgart, Stockholm, Budapest, Genf, London, Mechelen und Leipzig an den Start rollen. Insgesamt starten im Weltcup zehn Fahrer, die sich über die Freiluftsaison für den Weltcup qualifizieren mussten.