20:26 gegen Spitzenreiter Leipzig Nordhorn-Lingen im Schlager ohne Chance

Von Uli Mentrup


Lingen. Der Tabellenführer war eine Nummer zu groß für die HSG Nordhorn-Lingen. Der schwache Gastgeber kassierte beim 20:26 (6:12) vor 3019 Zuschauern in der Emslandarena die zweite Heimniederlage. Er stand von Anfang an auf verlorenem Posten.

HSG-Trainer Heiner Bültmann zeigte sich beeindruckt von der Kulisse und vom starken Gegner aus Leipzig . Er hatte schon vor der Partie eine Vorahnung, dass die spielfreie Woche den Rhythmus des Gastgebers stören könnte. Der Gastgeber fand in der kompakten und offensiv agierenden 6:0-Abwehr der Sachsen zunächst keine Lücke. So führte der Spitzenreiter 3:0.

Der erste HSG-Treffer fiel nach genau 6:55 Minuten durch Jens Wiese. Da der Gast im Abschluss ebenfalls nicht entschlossen genug wirkte, kam Nordhorn-Lingen zum 3:3 (8:55). Doch im Spiel waren die Gastgeber immer noch nicht. Sie blieben noch einmal zehn Minuten ohne Torerfolg. Das lag vor allem an unerklärlichen Fehlern und offenbar auch Konzentrationsschwächen im Spiel des Zwei-Städteteams. Ein Beispiel war Mannschaftskapitän Nicky Verjans. Ihm gelang wenig bis zu seinem ersten Tor eine Minute vor der Pause.

Dabei hielt Björn Buhrmester sein Team zunächst im Rennen. Der Keeper, der am Montag 30 Jahre alt geworden ist, unternahm alles, um ein Punktegeschenk zu bekommen. Schon nach zehn Minuten feierten ihn die Fans. Aber die katastrophale Bilanz von nur sechs Toren bis zur Pause minderte Buhrmesters Chancen auf ein Präsent schon auf ein Minimum. Nur gut, dass Leipzig auch einige gute Möglichkeiten verpasste. „Wir haben das Spiel im Angriff verloren“, bekannte Bültmann.

Dabei stand außer Frage, dass der Gast beinahe über die gesamte Zeit gerade in der Abwehr sehr diszipliniert und clever agierte. Die HSG fand einfach keine Lösungen.

Nach der Pause kam Nordhorn-Lingen zwar etwas besser ins Spiel, markierte den brandgefährlichen Schützen Philipp Weber eng. Aber den Abstand konnte der Gastgebner nicht verkürzen, auch wenn Jens Wiese traf und Michael Kintrup drei wuchtige Tore gelangen. Insbesondere die vier Niederländer schienen nach anstrengender Länderspielwoche platt.


HSG - Leipzig 20:26 (6:12)

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (9/1 Paraden), Bartels (0 Paraden, bei zwei Siebenmetern); Verjans (2), Schwenning, Schumann, Leenders (1), Mickal (3), Miedema (1), Meyer, Schagen (3/1), Terwolbeck, de Boer, Kintrup (3), Wiese (7)

SC DHfK Leipzig: Tovas (2 Paraden, ab 55.), Storbeck (10/1 Paraden, bis 55.); Semper (1), Emanuel (1), Krzikalla (1), Pöter (1), Oehlrich (n.e.), Binder (5), Roscheck (2), Weber (13/6), Milosevic (2), Pechstein, Streitenberge, Greß, Boese

Siebenmeter: 1/2 (Schagen, 13., scheitert an Storbeck) - 6/8 (Weber, 27., scheitert an Buhrmester, und trifft den Pfosten, 50.).

Zeitstrafen: 16 Min. (Schumann 15.; Wiese 23.; Meyer 35.; Mickal 44., 58. ; Leenders 45.; de Boer 52; Miedem 59.) /6 Min. (Roscheck 9.; Pechstein 58.; Milosevic (59.).

Zuschauer: 3019 in der Lingener Emslandarena

Schiedsrichter: Pawel Fratczak (Kamp-Lintfort) / Paulo Ribeiro (Diepholz), manchmal unglücklich

Beste Spieler: Buhrmester, Wiese, / Weber, Storbeck.

Spielfilm: 0:2 (4.), 0:3 (6.), 1:3 (7.), 3:3 (9.), 3:4 (10.), 3:5 (16.), 3:6 (18.), 4:6 (19.), 4:9 (23.), 5:9 (24.),5:11 (28.), 6:12 (Hz.) - 9:14 (34,), 10:15 (37.), 11:17 (38.), 11:20 (41.), 13:20 (43.), 13:22 (46.), 16:22 (51.), 19:24 (56.), 20:26 (E).