HSG trennt sich 22:22 Coach Bültmann schlaflos nach dem Neuhausen-Spiel

Von Dieter Kremer

Nicht mit leeren Händen trat die Mannschaft von Heiner Bültmann am Samstagabend die 600 Kilometer lange Heimreise an. Foto: ScholzNicht mit leeren Händen trat die Mannschaft von Heiner Bültmann am Samstagabend die 600 Kilometer lange Heimreise an. Foto: Scholz

Lingen. Heiner Bültmann konnte nicht schlafen. Deshalb nutzte er Samstagnacht die rund 600 Kilometer weite Rückfahrt, um im Bus den nächsten Gegner am Laptop zu studieren. Wobei die Schlaflosigkeit des 43-Jährigen nicht mit dem Resultat zusammenhing. Schließlich hatte Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen bei einem Gegner gepunktet, bei dem es sonst zumeist deutliche Niederlagen gab.

Unentschieden endete das Auswärtsspiel der HSG beim TV Neuhausen. Zur Pause hatten die Gäste vor 759 in der Paul-Horn-Arena noch mit 13:11 geführt, am Ende hieß es 22:22. „Das Ergebnis ist absolut gerechtfertigt“, gab es für Bültmann zwar keine Zweifel, „aber nach dem Schlusspfiff haben wir nicht gejubelt, weil wir vielleicht das Gefühl hatten, dass mehr drin war“, ergänzte er. Symptomatisch für das umkämpfte Spiel: In der Schlussminute setzte Neuhausen im vorletzten Angriff einen Aufsetzer an die Latte des Tabellendritten. Doch im Gegenzug traf auch Nicky Verjans nur den Querbalken.

„Ich glaube, mit ein wenig Abstand können wir sehr zufrieden sein mit dem Punkt. Zumal wir die letzten Spiele in Neuhausen deutlich verloren haben“, zog Bültmann ein positives Fazit. Sein Trainerkollege Aleksandar Stevic sah es genauso: „Ich bin zufrieden mit dem Punkt.“

4:2 führte Neuhausen nach zehn Minuten. Nach Startschwierigkeiten habe seine Mannschaft die Aufgabe gut gelöst, so Bültmann. „Beide Abwehrreihen haben sich neutralisiert, sie haben stark, hart und fair gespielt.“ Die Führung habe ständig gewechselt. In der 40. Minute lag Neuhausen mit 17:15 vorne, zehn Minuten später führte Nordhorn-Lingen 20:19.

Bültmann lobte Torwart Björn Buhrmester für seine 17 Paraden und Bobby Schagen, der mit sieben Treffern erfolgreichster Torschütze des Spiels war. „Und Luca de Boer war über 40 Minuten gefordert, weil Toon Leenders Nackenprobleme hatte.“

Schlafprobleme hatte Bültmann. Der 2,08 Meter große Coach kann nach eigener Aussage nicht im Bus schlafen. Deshalb nutzte er die stundenlange Fahrt nach Hause, um den kommenden Gegner zu analysieren. Das nächste Spiel trägt die HSG Nordhorn-Lingen am Freitag im heimischen Euregium aus. Dann geht es um 17 Uhr gegen den ASV Hamm-Westfalen.


HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (17 Paraden), Bartels (bei einem 7m); Verjans (2), Schumann, Leenders, Mickal (2), Miedema (4), Meyer (1), Schagen (7/2), Poll, Terwolbeck, de Boer (1), Kintrup, Wiese (5).

Spielfilm: 1:0 (5.), 4:2 (10.), 5:5 (15.), 6:7 (20.), 9:8 (25.), 11:13 (30.), 13:13 (35.), 17:15 (40.), 18:17 (45.), 19:20 (50.), 21:20 (55.), 22:22 (60.).