Schweres Spiel am Samstagabend Nordhorn-Lingen will ersten Sieg in Neuhausen

Von Uli Mentrup

Matthias Poll steht beim Auswärtsspiel beim TV Neuhausen wieder im Kader der HSG Nordhorn-Lingen. Gegen Rimpar hatte er verletzt gefehlt. Foto: ScholzMatthias Poll steht beim Auswärtsspiel beim TV Neuhausen wieder im Kader der HSG Nordhorn-Lingen. Gegen Rimpar hatte er verletzt gefehlt. Foto: Scholz

Nordhorn. Die Niederlage im Schlagerspiel gegen Rimpar hat Trainer Heiner Bültmann längst abgehakt. Denn am Samstag um 19 Uhr steht für den Tabellendritten beim Fünften TV Neuhausen bereits die nächste schwere Aufgabe an. In der Halle in Tübingen wollen die Niedersachsen ihre makellose Auswärtsserie verteidigen.

Aus Eisenach und Großwallstadt kehrte Nordhorn-Lingen mit Siegen zurück. In Neuhausen hat die HSG, die am Freitag angereist ist, noch nicht gewonnen. Diese Serie will das Team, das zum Auftakt der vergangenen Serie gegen den damaligen Erstligaabsteiger 20:28 verloren hat, unbedingt beenden.

Markenzeichen der Mannschaft von Trainer Aleksandar Stevic ist die ungewohnte jugoslawische 3-2-1-Abwehr. Genauso gut beherrscht das Team aber auch die 5:1-Formation.

Mit Nico Büdel (Friesenheim) und Alexander Becker (Gummersbach) haben die Gastgeber zwei wichtige Spieler abgegeben. Mit Daniel Wessig (Balingen-Weilstetten) und dem Franzosen Remi Leventoux (Saintes) wurden die Verluste gut kompensiert. Rettig, Sohn des Hochsprung-Olympiasiegers von 1980 und Weltrekordhalters (2,36 m) Gerd Wessig, ist neuer Abwehrchef der Baden-Württemberger.

Der Gastgeber, der Baunatal mit 15 und Saarlouis mit elf Toren Differenz abgefertigt hat, verlor zum Auftakt gegen Bad Schwartau (21:23) und zuletzt in Rostock (24:26). Bei Empor verspielte Neuhausen einen 21:15-Vorsprung (45.). Der Stachel dieser Niederlage sitzt tief.

Am Samstag streben beide Kontrahenten Wiedergutmachung an. Trotz der Niederlage gegen Rimpar steht für Bültmann fest, dass der Saisonstart „toll“ ist. Er fordert von seiner Mannschaft akribische Entscheidungen und Geduld im Angriff. „So können wir Druck auf das gegnerische Tor aufbauen.“

Der komplette Kader steht zur Verfügung, also auch Matthias Poll, der gegen Rimpar noch wegen einer Trainingsverletzung im Nackenbereich ausgefallen war. Torwart Björn Buhrmester kann sich wieder mehr auf den Handball konzentrieren. Er hat die Ausbildung zum Physiotherapeuten erfolgreich abgeschlossen.