25:28 gegen Spitzenreiter Rimpar Nordhorn-Lingen: Serie reißt ausgerechnet im Hit

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Lingen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Der Zweite verlor das Schlagerspiel gegen Spitzenreiter DJK Rimpar mit 25:28 (11:17). Nach der ersten Niederlage vor 2612 Zuschauern in der Emslandarena belegt der Gastgeber mit 8:2 Punkten den dritten Rang.

HSG-Trainer Heiner Bültmann sprach von einer verdienten Niederlage gegen einen starken Gegner. Die Wölfe aus Rimpar erwiesen sich als ausgesprochen hungrig auf Erfolg. Die Abwehr packte energisch zu, Torwart Max Brustmann überragte – und Nordhorn-Lingen fand kein Mittel gegen den im Abschluss sicheren Steffen Kauffmann oder die von ihm gut eingesetzten Mitspieler. „Meine Mannschaft ist wieder über sich hinaus gewachsen“, erklärte DJK-Coach Jens Bürkle.

Schon im ersten Durchgang durchschritten die Gastgeber Wellentäler. Nach dem ersten meldeten sie sich zurück: Nach dem 2:1 durch Nicky Verjans traf der Gast viermal in Folge. In dieser Phase scheiterte Verjans zweimal. Doch das schien den Niederländer zusätzlich zu motivieren. Er erzielte fünf der ersten acht HSG-Treffer und sorgte für die 7:6-Führung. Patrick Miedema baute den Vorsprung auf 9:7 aus – doch in den letzten 18 Minuten der ersten Halbzeit gelangen gerade noch zwei Treffer. „Da haben wir das Spiel verloren“, bilanzierte Bültmann.

Selbst in zweifacher Überzahl gelang den Gastgebern keine Verbesserung des Resultats. Im Gegenteil: Jan Winkler traf auch noch zum 14:10 für den Gast. Nordhorn-Lingen eroberte zunächst kaum Bälle, weder Björn Buhrmester noch Dennis Bartels im Tor. So hieß es zur Pause 11:17.

Dennoch steckte das Team nicht auf, kämpfte verbissen und verkürzte den Rückstand. Ganz kam die HSG aber nicht heran, weil sie in den entscheidenden Situationen Schwächen im Abschluss offenbarte. Erst Mitte der zweiten Halbzeit gelang der erste Treffer in Überzahl gegen einen Gegner, der sieben Zeitstrafen kassierte.

Es schien mehr möglich, doch in den entscheidenden Momenten traf die HSG nicht – oder der letzte Pass kam nicht, an wie der von Bobby Schagen auf Patrick Miedema (58.). „Wenn das geklappt hätte, hätten wir gewonnen“, ärgerte sich Schagen. Dann wären wir bis auf einen Treffer dran gewesen.“ Doch auch der Niederländer erkannte: „Wir haben schlecht gespielt.“ Mit einer durchschnittlichen Leistung wäre mehr möglich gewesen.

Nordhorn-Lingen riskierte alles, deckte offensiver. Rimpars Trainer Bürkle sah einige schwierige Situationen und war froh, dass sein Team kühlen Kopf bewahrte. „Wenn wir besser getroffen hätten, wären wir als Sieger vom Platz gegangen“, erklärte Verjans. Oder wenn die Abwehr etwas besser gestanden hätte, oder wenn die Torwarte vor der Pause mehr abgewehrt hätten. So bleibt eine Niederlage, die zwar verdient war – aber vermeidbar gewesen wäre.


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