Serie soll gegen Rimpar halten Nordhorn-Lingen winkt nach dem Hit die Tabellenspitze

Von Uli Mentrup

Wuchtig  im Angriff: Michael Kintrup (l.) freut sich auf seine persönliche Premiere in der Emslandarena am Sonntag beim Spitzenspiel gegen den punktgleichen Tabellenführer DJK Rimpar.Foto: Doris LeißingWuchtig im Angriff: Michael Kintrup (l.) freut sich auf seine persönliche Premiere in der Emslandarena am Sonntag beim Spitzenspiel gegen den punktgleichen Tabellenführer DJK Rimpar.Foto: Doris Leißing

um Lingen. Das Schlagerspiel der Zweiten Handball-Bundesliga findet am Sonntag um 17 Uhr in der Lingener Emslandarena statt. Der Tabellenzweite HSG Nordhorn-Lingen will den Spitzenreiter DJK Rimpar stürzen und seine Serie im Emsland auf sieben Siege in Folge ausbauen.

„Vor der Saison hat niemand diese Mannschaften oben erwartet“, weiß HSG-Trainer Heiner Bültmann . Doch 8:0 Punkte sprechen für die HSG und die ausgesprochen hungrigen Wölfe aus Rimpar.

Bültmann bescheinigt dem Gast eine knallharte Spielweise und eine gut organisierte Abwehr – so wie der als Spieler in Balingen aktive Trainer Jens Bürkle es selbst erlebt hat. „Die Mannschaft hat Qualität“, verweist Bültmann auf den starken Torwart Max Brustmann oder den Rückraumrechten Steffen Kaufmann „mit dem mächtigen Armzug“. Der 21-Jährige – „ein Typ wie Christian Zeitz“ (Bültmann) – zählt zu den besten Feldtorschützen. Dass die Zwillinge Lars und Tom Spieß, die im Sommer Junioreneuropameister geworden sind, von der Bank kommen, zeigt nach Einschätzung des HSG-Trainers deren gute Tiefe. Die im Angriff variablen Unterfranken weisen nach vier Partien mit der Tordifferenz von 26 eine weitere Bestmarke auf.

Beide Trainer bereiten sich akribisch auf die Spiele vor. „Wir werden uns etwas überlegen“, lacht Bültmann und will höchstens Kleinigkeiten ändern. „Jeder will sein Spiel durchbringen.“ Bislang ist es für Nordhorn-Lingen, das torgefährlichste Team der Liga, sehr gut gelaufen. „Wir müssen die Geduld bewahren, wenn es mal nicht so klappt“, fordert Bültmann, der alle Akteure an Bord hat.

„Ich freue mich tierisch“, zeigt sich Zugang Michael Kintrup gespannt auf seine persönliche Premiere in der Emslandarena. Der Linkshänder, der in der Vorbereitung verletzt fehlte, war beim Sieg gegen Essen nur als Zuschauer dabei. Inzwischen ist er zu zwei Einsätzen gekommen und hat gegen Hildesheim seinen ersten Treffer geworfen. „Das Tor hat gutgetan. Auf dem Platz ist etwas ganz anderes“, weiß der 25-Jährige. „Wir werden richtig Vollgas geben“, kündigt er für den Schlager an. Und er will auch spielen. „Ich bin sehr ehrgeizig“, weiß er aber, dass Nicky Verjans gut drauf ist. „Aber wenn man mich braucht, dann bin ich da!“ Körperlich ist der 1,98 m lange Handballer schon wieder weit. „Er ist auf dem Weg. Es ist wichtig, dass er geduldig bleibt, auch wenn er auf dem Feld seine Chance sucht“, betont Bültmann. „Es ist toll, Teil der Truppe und der ganzen Euphorie zu sein“, sagt Kintrup. Jetzt hat er die Chance, mit der HSG in der Emslandarena die Tabellenführung zu übernehmen.