Gute Stimmung bei der HSG Nordhorn-Lingen reist zum Hit nach Großwallstadt

Von Uli Mentrup

Zwölf Tore erzielte Bobby Schagen gegen Hildesheim. Am Freitag spielt Nordhorn-Lingen in Großwallstadt. Foto: Doris LeißingZwölf Tore erzielte Bobby Schagen gegen Hildesheim. Am Freitag spielt Nordhorn-Lingen in Großwallstadt. Foto: Doris Leißing

Nordhorn. Gipfeltreffen in Großwallstadt: Der Tabellendritte der Zweiten Handball-Bundesliga erwartet am Freitag um 19.30 Uhr den Zweiten, die HSG Nordhorn-Lingen. Beide Teams weisen 6:0 Punkte auf.

„Vielleicht kommt das Spitzenspiel noch ein wenig zu früh“, sagt HSG-Trainer Heiner Bültmann . „Aber beide Mannschaften haben bereits gezeigt, dass sie absolut konkurrenzfähig sind.“

Die Großwallstädter, zwischen 1978 und 1990 sechsfacher Deutscher Meister, vierfacher Pokalsieger und zweifacher Europapokalsieger der Landesmeister, wollen möglichst schnell wieder zurück ins Handball-Oberhaus. Sie verfügen über den vermutlich höchsten Etat der Liga und eine starke Mannschaft. Dreh- und Angelpunkt ist Chen Pomeranz. Der israelische Nationalspieler ist auch im Abschluss gefragt. Seine Anspiele an den Kreis sind brandgefährlich. Dort steht mit dem jungen Jannik Kohlbacher geballte Power. Er ist gerade erst mit der U19 des Deutschen Handballbundes Europameister geworden. „Auf diese Achse müssen wir besonders achten“, hat Bültmann seine Mannschaft nach intensivem Videostudium gewarnt.

Besonderen Wert hat TVG-Trainer Maik Handschke auf die Verpflichtung von Defensivspielern gelegt. Das scheint gefruchtet zu haben. Der aus Leipzig gekommene Tscheche Pavel Prokopec gilt als Abwehrchef und verlängerter Arm des Coaches auf dem Feld. Aus Spanien wurde Alfredo Sorrentino verpflichtet. Gil Pomeranz, der jüngere Bruder von Chen, spielt auf Linksaußen.

Beide Mannschaften kennen sich gut. In der Vorbereitung trafen sie beim Select-Cup aufeinander. Dabei verlor die HSG mit 23:28. Im Heimspiel der vergangenen Saison behauptete sich Nordhorn-Lingen 34:26.Im Heimspiel der vergangenen Saison behauptete sich Nordhorn-Lingen 34:26.Ärgerlich war die 21:22-Niederlage bei den Unterfranken : Großwallstadt führte in der gesamten Partie nur einmal – ausgerechnet beim Schlusspfiff.

Die HSG reist mit breiter Brust nach Bayern. Denn nach der durchwachsenen Vorbereitung und dem Pokal-Aus in Dormagen war sie rechtzeitig zu den Punktspeilen topfit, bot vor allem in Eisenach, aber auch gegen Essen und Hildesheim gute Vorstellungen. „Wenn du gewinnst, ist die Stimmung auch im Training viel besser“, registriert Bültmann beste Laune. Und die soll natürlich erhalten werden.

Wichtig ist beim Gast nicht nur ein guter Abschluss, sondern auch eine konzentrierte Abwehrleistung. Dabei kann Bültmann auf alle Akteure zurückgreifen. Michael Kintrup hat schon gegen Hildesheim nach überstandener Verletzungspause erste Einsatzzeiten bekommen .