33:27-Erfolg im Euregium HSG Nordhorn-Lingen gewinnt gegen Hildesheim

Von Dieter Kremer


Nordhorn. Dritter Sieg im dritten Spiel: Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat am Sonntag auch seine zweite Heimpremiere gewonnen. Zwei Wochen nach dem Auftakterfolg in der Emslandarena Lingen gegen TuSEM Essen siegte die Mannschaft von Heiner Bültmann im Nordhorner Euregium mit 33:27 (19:14) gegen Eintracht Hildesheim. „Wir haben jetzt einen Superstart hingelegt mit 6:0-Punkten. Damit war nicht unbedingt zu rechnen“, freute sich Bültmann.

Der Sieg sei natürlich verdient gewesen, gestand Hildesheims Trainer Gerald Oberbeck. „Das Spiel ist in der ersten Halbzeit entschieden worden, als wir beim Stand von 14:13 Überzahl hatten und Ballbesitz und kein Ausgleichstor gemacht haben.“ Zum Ende der ersten Hälfte zogen die Gastgeber auf fünf Tore davon. Ein Vorsprung, den die Gäste um den ehemaligen HSG-Spieler Matthias Struck – mit acht Treffern erfolgreichster Hildesheimer – nicht mehr entscheidend verkürzen konnten. Seine Mannschaft habe in der ersten Halbzeit im Angriff sehr gut gespielt, analysierte Bültmann. Mit der Abwehrleistung sei er nicht so zufrieden gewesen. „Das waren zu viele einfache Tore aus dem Rückraum, wo wir keinen Kontakt gefunden haben.“

Herausragender HSG-Akteur war Bobby Schagen, der zwar seinen ersten Siebenmeter verwarf, aber letztlich mit 12 Treffern der mit Abstand erfolgreichste Torschütze war.

Am Ende sorgte Oberbeck bei der Pressekonferenz noch für Misstöne.„Ich habe selten eine Halle erlebt, wo verletzte Spieler so durchbeleidigt worden sind von Zuschauern.“ In Hildesheim sei es üblich, dass 1500 Leute klatschten, wenn verletzte Spieler wieder aufstehen. „Das würde ich mir hier auch wünschen. Das ist nicht zum ersten mal so.“ Er und sein Physiotherapeut hätten sich einiges anhören müssen, als der Rechtsaußen vorne liegen geblieben sei. „Das ist schade. Nordhorn hat so eine tolle Mannschaft und zwei so tolle Hallen, aber daran müssen wir noch arbeiten.“ Ein Vorwurf, den Bültmann nicht so stehen lassen wollte. „Ich kenne die Halle seit Ewigkeiten und habe das Publikum insgesamt hier immer als sehr fair empfunden und mit einem hohen Handballsachverstand.“ Das habe er in anderen Hallen schon ganz anders erlebt. Es sei schade, dass Oberbeck es so empfunden habe. „Ich finde, dass wir das beste Publikum in der Liga haben - egal, ob hier im Euregium oder in der Emslandarena. Und das es hier immer auf einem sehr fairen Niveau ist. „Deswegen möchte ich noch einmal eine Lanze brechen für unser Publikum.“


HSG - Hildesh. 33:27 (19:14)

HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester (13/1 Paraden), Bartels (nicht eingesetzt); Verjans (4/1), Schumann, Leenders (4), Mickal (n.e.), Miedema (6), Meyer (3), Schagen (12/2), Poll, Terwolbeck, de Boer (2), Kintrup (1), Wiese (1).

Eintracht Hildesheim: Wetzel (13/1 Paraden), Kinzel (n.e.); Struck (8), Tzimourtos, Nikolov, Stüber, Zechel, Lungela (2), Gamrat (5), Zufelde (3/1), Tzoufras (1), Herbold (3), von Hermanni (2/1), Nartey (3).

Siebenmeter: 3/5 (Schagen 20. scheitert an Wetzel und Verjans 41. and die Latte) - 2/3 (von Hermanni 47. scheitert an Buhrmester).

Zeitstrafen: 8 Min. (Schumann 24., 39.; Wiese 25.; Leenders 41.) / 6 Min. (Nartey 16.; Tzoufras 38.; Struck 38.).

Zuschauer: 1179 im Nordhorner Euregium.

Schiedsrichter: Markus Kropp / Sebastian Siebert (beide Osnabrück).

Beste Spieler: Schagen, Miedema, Buhrmester / Struck, Wetzel.

Spielfilm: 4:1 (5.), 6:4 (10.), 9:7 (15.), 11:9 (20.), 14:13 (25.), 19:14 (Hz..) – 21:16 (35.), 25:17 (40.), 26:19 (45.), 29:23 (50.), 31:25 (55.), 33:27 (E.).