Schokolade als Ansporn Maren Kock nach Cross-EM sehr zufrieden

Mit einem beherzten Schlussspurt lief Maren Kock bei den Cross-Europameisterschaften in Belgrad auf den 23. Rang vor. Foto: Wilhelm LilgeMit einem beherzten Schlussspurt lief Maren Kock bei den Cross-Europameisterschaften in Belgrad auf den 23. Rang vor. Foto: Wilhelm Lilge

Belgrad. Einen Platz unter den ersten 30 hatte sie anvisiert, doch beinahe wäre Maren Kock bei den Cross-Europameisterschaften in Belgrad sogar noch unter die Top 20 gelaufen. „Das war ein tolles Erlebnis“, freut sich die Brögbernerin in Diensten der LG Telis Finanz Regensburg über ihren 23. Platz in der serbischen Hauptstadt und einen perfekten Jahresabschluss.

Allerdings war die Emsländerin bei der Streckenbesichtigung vor dem Rennen zunächst etwas geschockt. „Ich hatte mir eigentlich ein paar Berge gewünscht“, berichtet die 23-Jährige, die erstmals bei einer Cross-EM in der Frauenkonkurrenz startete. Doch der Rundkurs war noch ebener als die heimischen Trainingsstrecken. „Da bin ich aus dem Lingener Kiesbergwald anderes gewohnt.“ Doch nach zuletzt guten Trainingsleistungen ging Kock optimistisch an den Start mit der Marschroute, sich im Feld der 80 Läuferinnen nicht zu weit nach hinten drängen zu lassen. „Ich glaube, meine schlechteste Platzierung im Rennen war Rang 38“, erzählt Kock, „ich hatte auf der Strecke aber keine Ahnung, auf welchem Platz ich wirklich war.“

Erst als der Regensburger Trainer Kurt Ring ihr auf der vorletzten Runde zurief, dass sie auf dem 34. Platz liegt, herrschte Gewissheit, und Kock zog das Tempo an. „Ich hatte mit Kurt Ring eine kleine Wette laufen“, verrät Kock. Ihr Regensburger Coach hatte für jede Platzierung besser als Rang 30 eine Tafel Schokolade versprochen. „Das war noch einmal extra Ansporn“, lacht Kock, die mit einem beherzten Schlussspurt elf Läuferinnen überholte, als 23. ins Ziel kam und sich nun über sieben Tafeln Schokolade von Kurt Ring freut.

„Ich kann also doch Cross laufen“, postete die Emsländerin erleichtert via Facebook. Mit ihrem starken Auftritt in Belgrad strafte Kock diejenigen Lügen, die ihr einreden wollten, dass der Geländelauf nichts für sie wäre. „In den Jugendklassen war ich im Cross richtig gut, bis ich im Winter mit einer Verletztenmisere zu kämpfen hatte“, erklärt Kock, die sich nach ereignisreichen Wochen mit Reisen nach Japan und Serbien nun über zwei ungestörte Trainingswochen freut. Das Jahr will sie beim Silvesterlauf in Trier ausklingen lassen. „Da bin ich noch nie gelaufen“, freut sich Kock auf die besondere Atmosphäre bei dem international top besetzten Lauf durch die historische Trierer Innenstadt. In der Läuferszene nennt man die Veranstaltung „das deutsche São Paulo“ in Anlehnung an den berühmten Lauf in der brasilianischen Metropole.

Bis dahin wird die 23-Jährige ihre Trainingsrunde im Emsland drehen und hat dabei schon das große Ziel für das kommende Jahr im Hinterkopf – die Europameisterschaften in Zürich. „Das ist gerade beim Training an kalten, dunklen Tagen eine kleine Motivation“, gesteht Kock.


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