Zehn Spiele ohne Niederlage VfB Oldenburg die Mannschaft der Stunde

Von Uli Mentrup

Zufrieden mit einer guten Saison beim VfB Oldenburg: Trainer Alexander Nouri (l.) und sein mit 14 Treffern gefährlichster Torschütze Addy-Waku Menga. Foto: Hermann PentermannZufrieden mit einer guten Saison beim VfB Oldenburg: Trainer Alexander Nouri (l.) und sein mit 14 Treffern gefährlichster Torschütze Addy-Waku Menga. Foto: Hermann Pentermann

Meppen. Zehn Spieltage ist der VfB Oldenburg ungeschlagen, hat dabei satte 24 Punkte geholt und zum Saisonfavoriten und Spitzenreiter VfL Wolfsburg II aufgeschlossen. Doch die Favoritenrolle lehnt Trainer Alexander Nouri vor dem Schlager am Montag um 20.15 Uhr beim Fünften SV Meppen ab. „Wir spielen auswärts.“ Und von den Voraussetzungen her könne Oldenburg noch nicht oben mitspielen.

Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Oldenburg stellt mit Addy-Waku Menga den gefährlichsten Stürmer der Liga (14 Tore), hat den zweitbesten Angriff (35), die viertbeste Abwehr (19), belegt in der Heimtabelle den zweiten und in der Auswärtsstatistik den dritten Platz. Oldenburg ist die Mannschaft der Stunde.

Nouri aber verweist auf schwierige Bedingungen beim VfB. „Wir haben den Traum, dass sich hier etwas bewegt. Die Strukturen sind noch nicht so.“ Alle Spieler arbeiteten oder studierten. An Training am Vormittag sei nicht zu denken. „Wir teilen uns mit vier Mannschaften einen Trainingsplatz.“ In dieser Woche habe nach einem Flutlichtausfall nur eine Hälfte für drei Teams zur Verfügung gestanden. Schon wegen dieser Bedingungen, so Nouri, könne man die Leistung der Spieler nicht hoch genug wertschätzen.

Seine Mannschaft lebe vom guten Teamgeist, betont Nouri, der nach Stationen als Spieler in Osnabrück, Uerdingen, Kiel und Werder Bremen II im April vom Ko- zum Cheftrainer beim VfB aufgestiegen ist. Die Spieler arbeiteten mit am Oldenburger Projekt. Sie wollten im Konsolidierungsjahr Interesse wecken mit ehrlicher Arbeit.

Das ist gelungen. Die Mannschaft mit einer Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern hat mit gutem und erfolgreichem Fußball die Zuschauer wieder angelockt. Und auch einige Hoffnungen geweckt, dass der Verein unterwegs Richtung Dritte Liga ist. Allein schon durch ihre Tore fallen Addy-Waku Menga (Osnabrück, Rostock, Münster) und der sechsfache Torschütze Nils Laabs (Oberneuland, Heeslingen, Wolfsburg II) auf. „Ich wusste, dass es mit ihnen passt“, fühlt sich der Trainer bestätigt.

Nouri erwartet Montag zwei Kontrahenten, „die das Derby gewinnen wollen“. Der 34-Jährige hat gute Erfahrungen mit dem SVM: 2004 gewann er dort mit dem VfL Osnabrück im NFV-Pokal 2:0. Fünf Jahre zuvor siegte er im Punktspiel mit Werder Bremen II 4:2 – und schoss dabei ein Tor.