Auf der Erfolgswelle Prigge deutscher Meister auf Dankernsee

Von



ws Haren. Drei Tage lang stand am Wochenende der Dankernsee im Zeichen des Wassersports. 56 Sportler aus dem gesamten Bundesgebiet waren gekommen, um die Deutschen Meisterschaften auszutragen. Für die sechs Klassen des Deutschen Wasserski- und Wakeboardverbandes (DWWV) standen bei eher herbstlichem Wetter der Reihe nach Trickski, Slalom und Springen auf dem Programm. Lokalmatador Maximilian Prigge ritt auf einer Erfolgswelle und gewann zwei Titel.

U-19-Teilnehmer Prigge vom WWSC Dankern konnte die Juroren mit souveränen Drehungen klar überzeugen. Für 3700 gedrehte Punkte erhielt der Harener Platz eins. Bei den Open Ladies war es Chantal Mallwitz vom WSC St. Leoner See, die sich mit 3260 Punkten im Finale den ersten Platz sicherte. In der Klasse Open Men hatte Marius Schimanski mit 7600 gedrehten Punkten im Finale vor Simon Herrmann (5600) und Rene Klein (5430) deutlich die Nase vorn.

Im Slalom waren hohe Geschwindigkeiten von weit über 50 Stundenkilometer und entsprechend hohen Wellen angesagt. Dabei konnte sich Prigge mit 992,96 Punkten den zweiten Platz seiner Altersklasse sichern. Den ersten Platz belegte Manuel Renz. In der Klasse Open Men führte Alexander Graw (3,0/58/10.75) vor Simon Herrmann (1,00/58/10.75) und dem drittplatzierten René Klein (3,0/58/12). In der U-19-Klasse gab es für Prigge den dritten Platz. Daniel Zinser, Marius Schimanski und Julian Scherer belegten die Plätze eins bis drei der Open Men.

In der abschließenden Gesamtwertung aus Trickski, Slalom und Springen nahm Prigge schließlich vor Manuel Renz und Max Klein die Spitzenposition seiner Altersklasse ein. In der Gesamtwertung der Klasse Open Men belegten Daniel Zinser, Marius Schimanski und Julian Scherer die ersten drei Plätze.

„Wir sind als emsländischer Wasserskiverein sehr stolz darauf, dass einer unserer Schützlinge heute zweimal den Titel geholt hat“, bilanzierte Katja Wocken vom WWSC Dankern.

Am Freitag hatten die Wassersportler zunächst Gelegenheit, mit jeweils drei Runden die 800 Meter lange Wasserskianlage näher kennenzulernen, bevor es am Samstag in die Vorentscheidungen ging. Am Sonntag standen bereits ab 8 Uhr die Junior Girls bereit, um das Finale zu eröffnen und mit dem Trickski ihr Können unter Beweis zu stellen. Weiter ging es mit den Junior Boys, den Open Ladies, den Senioren bis hin zur Klasse Open Men. Was auf den ersten Blick eher unspektakulär aussieht, erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Körperbeherrschung. Kein Wunder also, dass so mache Runde im Wasser endete. Nach einer Mittagspause und den Siegerehrungen klarte es deutlich auf, sodass das nachmittägliche Springen noch zu einer sonnigen und spanenden Augenweide unter blauem Himmel werden konnte.


Slalom Zwischen einer Kurve und dem Ausgangstor sind sechs Bojen zu umfahren, während die Seilbahn auf geradem Kurs mit gleichmäßiger Geschwindigkeit läuft. Bei erfolgreicher Fahrt wird die Geschwindigkeit um 3 km/h gesteigert, bis das Höchsttempo von 55 km/h für Damen und Jugend und von 58 km/h für Herren erreicht ist. Wer die Slalomstrecke mit der Höchstgeschwindigkeit fehlerfrei absolviert hat, muss in den nächsten Durchgängen mit jeweils verkürzter Leine starten. Durch den längeren Weg um die Bojen werden von den Athleten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreicht. Trickski Der Figurenlauf besteht aus zwei Durchgängen von jeweils 20 Sekunden Dauer. Die Aufgabe des Läufers besteht darin, innerhalb dieser Zeit möglichst fehlerfrei ein vorher eingereichtes Figurenprogramm zu absolvieren. Anerkannt werden dabei nur offiziell zugelassene Tricks, die entsprechend ihres Schwierigkeitsgrades mit Punkten bewertet werden. Spitzenläufer sind in der Lage, bis zu 20 Tricks pro Durchgang zu präsentieren. Diese Schnelligkeit zeichnet die besondere Qualität des Sports aus. Besonders anspruchsvoll sind Figuren, bei denen die Hantel mit einem Fuß festgehalten wird (Toehold), bei denen der Läufer mit einem Bein (Stepover) oder gar einem Ski (Ski Line) über die Leine steigt sowie Salti (Flip). Der Läufer mit der höchsten Gesamtpunktzahl aus beiden Durchgängen gewinnt den Wettbewerb. Springen Beim Springen wird eine Schanze genutzt, um eine möglichst große Weite zu erzielen. Jeder Springer hat mehrere Versuche. Haltungsnoten werden nicht vergeben, allein die Weite zählt. Auf dem Weg zur Schanze kreuzt der Läufer das Umlaufseil der Seilbahn zwei- bis dreimal und verschafft sich durch sogenanntes Schleudern die nötige Beschleunigung. Auf der Spitze der Schanze katapultiert sich der Springer im richtigen Augenblick durch die eigene Körperkraft nach vorne. Dabei werden Weiten bis zu 60 m erreicht. Der Sprung wird gewertet, wenn der Springer die Schanze überquert, landet und ohne Sturz weiterläuft. Die Sprungweite wird mittels eines Videosystems in Sekundenschnelle ermittelt.

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN