Nahaufnahme Schwimmerin Lena Blasig mag es lieber kompliziert

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Papenburg Bei den süddeutschen Meisterschaften stand sie bereits auf dem Startblock. 2019 möchte Lena Blasig auch bei den norddeutschen Titelkämpfen starten. Dass sie Gold gewinnen kann, hat die Schwimmerin der Wasserfreunde Völlen-Papenburg bereits gezeigt.

Blasig stammt nicht aus dem Emsland, sondern aus Sindelfingen. „Ich bin letztes Jahr im August hochgezogen, weil ich ein duales Studium bei der Meyer Werft absolviere – Schiffbau und Meerestechnik.“ Aus Studiengründen wohnt die 20-Jährige im Moment in Bremen, schwimmt aber für die Wasserfreunde. Denn Blasig wohnt in den Semesterferien in Papenburg.

Ihr Trainingspensum kann sich sehen lassen. In Papenburg trainiert sie viermal pro Woche, in Bremen dreimal.

Vor allem das Brustschwimmen bereitet Blasig Spaß. „Weil es einfach auch die komplizierteste Lage ist.“ Und es auch nicht so langweilig sei wie beispielsweise Kraulen, findet Blasig. „Es verändert sich einfach immer. Jeden Tag hat man ein anderes Gefühl. Muss sich wieder ans Wasser und die Gegebenheiten anpassen.“ Das mache einfach Spaß, findet sie. Grundsätzlich gefällt Blasig am Schwimmen, „dass man einfach mal abschalten und den Alltag zurücklassen kann“.

Bruder als Vorbild

Durch ihre Mutter kam Blasig als Kind zum Schwimmen. „Sie kann nicht so gut schwimmen und hat gesagt, meine Kinder müssen schwimmen können.“ Sie sei dann bei diesem Sport geblieben, berichtet Blasig, zumal ihr zwei Jahre älterer Bruder beim Schwimmen ihr Vorbild war. Weil das Hallenbad zu Fuß nur fünf Minuten entfernt war, lag dieser Sport nahe. „In der fünften Klasse ist es dann in den Leistungssport übergegangen.“

Einen überzeugenden Auftritt legte Blasig als Neuling bei den Landesmeisterschaften der Senioren hin, imponierte sie doch auf der Kurzbahn in Achim mit Dreifachgold über 100 und 200 Meter Brust sowie 200 m Lagen. Zudem hatte Blasig gemeinsam mit Britta Lampen, Imke Mülder und Lara Reemts Anteil an den drei Staffelerfolgen über 4x 50 Meter Freistil, Lagen und Brust. Damit war Blasig in Achim erfolgreichste Schwimmerin der Wasserfreunde. „Das war für mich sehr überraschend, weil ich durch die Sommerpause und das Studium eigentlich gar nicht richtig trainiert habe.“ Auf der Lagendistanz habe sie ihre Bestleistung sogar um eine Sekunde verbessert. „Und die Zeit war ein Jahr alt. Deswegen war ich auf jeden Fall sehr zufrieden.“

Zuvor hatte sie bereits bei der DM der Masters in Osnabrück gemeinsam mit Lara Reemts, Imke Mülder und Britta Lampen Platz zwei in der Staffel belegt.


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