Nordhorn-Lingen gibt Sieg aus der Hand Handball: Packender Krimi der HSG endet remis

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Nordhorn. Was für ein Fight im Euregium: Vor 2033 begeisterten Zuschauern trennten sich die HSG Nordhorn-Lingen und der Dessau-Roßlauer HV 06 in der 2. Handball-Bundesliga mit 28:28.

Hängende Köpfe und enttäuschte Gesichter präsentierten sich am Freitag nach dem Schlusspfiff aufseiten der Gastgeber. Trotz des Punktgewinns fühlten sich die Spieler der HSG Nordhorn-Lingen eher als Verlierer.

HSG bringt Vorsprung nicht über die Zeit

Lange Zeit hatten die Hausherren eine komfortable Drei-Tore-Führung inne. Mit dem 14:11 zur Halbzeit sah vieles nach einem Sieg der HSGler aus. Erst in der 36. Minute konnte Dessau-Roßlau erstmals die Führung übernehmen. In der 45. Minute hatte das Zwei-Städte-Team allerdings wieder den alten Abstand hergestellt und das Ergebnis auf 23:20 gedreht.

„Spieler sollen nicht enttäuscht sein“

Bis zum 27:24 nach 52 Minuten durch den gut aufgelegten und am Ende mit elf Toren treffsichersten HSG-Spieler Georg Pöhle waren die 2033 Zuschauer im Euregium von einem Sieg der Nordhorn-Lingener ausgegangen. Doch Daniel Zele mit zwei Treffern und der deutsche U-20-Kapitän Gregor Remke, der aufgrund eines Zweitspielrechts erstmals für den HV auflaufen durfte, schafften zweieinhalb Minuten vor Ende der Partie den Ausgleich. Nach genau 59 Minuten war es erneut Georg Pöhle, der vom Kreis die Führung erzielte.

Mit sieben Feldspielern kam Dessau-Roßlau vier Sekunden vor dem Ende der Partie zu einem Strafwurf, den Jan Zahradnicek zum 28:28 im Tor unterbrachte.

HSG-Trainer Heiner Bültmann konnte dies zunächst nicht verstehen. „Ich bin zu meinen Spielern gegangen und habe ihnen gesagt, dass sie nicht enttäuscht sein sollen. Dessau hat uns immer wieder vor schwere Aufgaben gestellt.“

Zudem musste seine Mannschaft auf Torhüter Björn Buhrmester, Jens Wiese, Nicky Verjans, Toon Leenders verzichten.

Am Sonntag gegen HSV Hamburg

Sie werden auch am Sonntag (15 Uhr) fehlen, wenn die HSG in der Barclay Card Arena auf den HSV Hamburg trifft. „Auch wenn es mit unserem dünnen Kader kaum machbar ist, werden wir alles geben“, freut sich Bültmann bereits auf die Partie und hofft auf eine grandiose Stimmung. „Für uns gibt so etwas eine extra Portion Motivation. Wir dürfen den HSV nur nicht ins Spiel kommen lassen.“


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