Spannung bis zur letzten Sekunde Nordhorn-Lingen siegt 23:22 gegen Schlusslicht Dresden

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Lingen Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat sein Ziel erreicht: Nach dem knappen 23:22 (11:12) gegen HC Elbflorenz Dresden vor 2016 Zuschauern in der Emslandarena weisen die Gastgeber wieder ein positives Punktekonto auf (11:9).

Im dritten Anlauf gelang der HSG endlich der erste Sieg gegen die Sachsen, die mit 2:18 Punkte am Tabellenende verharren. Sie warten weiter auf den ersten Saisonsieg.

Hohe Belastung

„Das war ein ganz wichtiger Sieg. Auch für den Kopf“, stellte HSG-Coach Heiner Bültmann fest, dessen Team am Ende die Strapazen der letzten Wochen spürte, aber den etwas glücklichen Sieg mit Genugtuung registrierte. Am Wochenende hat die Mannschaft frei. Jetzt ist Regeneration angesagt.

Erstes HSG-Tor in der fünften Minute

Das Zwei-Städte-Team, bei dem Alex Terwolbeck (Fuß-Operation), Jens Wiese (Schulter-Operation), Nick Verjans (Bauchmuskelzerrung) und Björn Buhrmester (Muskelfaserriss in der Wade) weiter fehlten, erzielte den ersten Treffer durch Lutz Heiny erst in der fünften Minute. Es war das 1:2. Bis dahin verzeichnete der Gastgeber zwei Fehlversuche, .wehrte aber mehrere Würfe der Sachsen ab. Der Gast gielt das Tempo hoch, drängte die HSG immer wieder ins Zeitspiel.

Gastgeber bleibt dran

Beim 3:3 (7., Georg Pöhle) kam die HSG, bei der Philipp Vorlicek nach Verletzungspause wieder auflief, letztmals vor der Pause zum Ausgleich. Aber sie blieb dran, lief nie mehr als zwei Toren hinterher, verpasste aber den Ausgleich. Zur Pause hieß es 11:12.

Nils Kretschmer bester HC-Schütze

Beim Gast war schon zum Seitenwechsel Nils Kretschmer, Sohn des ehemaligen Haselünner Handballers Holger Kretschmer, bester Schütze mit sechs Toren. Am Ende waren es acht. Der Linksaußen warf für sein Team die Treffer drei bis sechs in Serie.

Erste Führung beim 14:13

Nach der Pause gelang Pöhle zunächst der Ausgleich, Julian Possehl sorgte mit einem Wurf aus dem Rückraum zum 14:13 für die erste Führung von Nordhorn-Lingen (37.). Es blieb spannend, keine Mannschaft konnte sich absetzen.

Mit Drei-Tore-Lauf zum Sieg

Nach wechselnden Führungen lag Dresden fünf Minuten vor dem Ende erstmals im zweiten Durchgang mit zwei Toren vorn (22:20). Aber Luca de Boer sorgte mit einem Doppelpack für den erneuten Ausgleich. Als Torwart Bart Ravensbergen den sechsten Siebenmeter von Kretschmer parierte, drehte Pavel Mickal das Spiel zum 23:22 für den Gastgeber. Der einzige Drei-Tore-Lauf im ganzen Spiel. „Die Schlussphase war unglaublich spannend“, bekannte Bültmann. „Die letzten beiden Angriffe haben wir unter großem Druck auf den Punkt gespielt.“ Dann verlor die HSG den Ball, aber Ravensbergen wehrte ab. „Er hat uns gerettet“, urteilte Bültmann.


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