DFB-Team verschießt Strafstoß 1:1 in einem bissigen U20-Länderspiel in Meppen

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Meppen Das Länderspiel hielt, was es versprochen hatte. Die U-20-Nationalmannschaften von Deutschland und den Niederlanden trennten sich in einer spannenden und flotten Partie vor 2450 Zuschauern in der Meppener Hänsch-Arena 1:1 (1:1).

Das Prestige-Duell zwischen den Nachbarn wurde so intensiv geführt, wie DFB-Trainer Meikel Schönweitz es im Vorfeld erwartet hatte. Die Mannschaften schenkten sich nichts, das Tempo war hoch, das Ergebnis gerecht. Der Coach sah einen „Fight, in dem wir besser angefangen und verdient geführt haben. Danach ist das Spiel ein bisschen gekippt. Die Niederländer haben das 1:1 gemacht. Nach der Halbzeitpause waren sie besser, dann haben wir es wieder gedreht.“

Vier Norddeutsche in der Startelf

In der Startelf hatte Trainer Meikel Schönweitz drei Spieler von norddeutschen Vereinen aufgeboten: Gian-Luca Itter (VfL Wolfsburg), Otto Yari (Eintracht Braunschweig) und Manuel Wintzheimer (Hamburger SV). Auf der Bank saßen Davide Itter (VfL Wolfsburg), Jan-Niklas Beste (Werder Bremen), Florent Muslija (Hannover 96) und Timon Weiner (Holstein Kiel).

Wintzheimer bereitet Führung durch Baak vor

Wintzheimer, der mit Yari Otto das Sturmduo bildete, war im ersten Durchgang an einigen gefährlichen Situationen beteiligt. Zunächst forderten die Gastgeber einen Elfmeter, als das ehemalige Bayern-Talent nach Zweikampf mit Owen Wijndal im Strafraum zu Boden ging. Doch der italienische Schiedsrichter Rosario Abisso entschied anders. Doch dann war Wintzheimer an der Führung beteiligt. Nach einer Ecke von der linken Seite schob er den Ball zu Innenverteidiger Florian Baak, der das Leder aus kurzer Distanz ins Netz beförderte. Danach bildete das deutsche Team eine Jubeltraube, die belegte wie groß die Freude über den Treffer, wie groß aber auch die Bedeutung des Nachbarschaftsduells war.

Hoekstra auf dem Posten

Das Tor resultierte aus einer der wenigen gefährlichen Standardsituationen der DFB-Auswahl, die es vor der Führung mit Weitschüssen versucht hatte, unter anderem der Kölner Salih Özcan. Doch Keeper Jan Hoekstra vom FC Groningen war auf dem Posten. Vermisst wurde in einigen Szenen der Wille zum Abschluss.

1:1 aus spitzem Winkel

Allerdings währte die Freude über den Vorsprung nur kurz. Nur gut eine Minute später glichen die „Oranjes“ aus. Nach einem feinen Pass des drahtigen Noa Lang in den Strafraum schloss Kaj Sierhuis aus spitzem Winkel ab. Eine Ajax-Ko-Produktion.

Niederländer gut im Umschaltspiel

Lang scheiterte später mit einem Schuss an Keeper Finn Dahmen, der auch rettete, als Tom Baack nach einer scharfen Hereingabe von Tahith Chong den Ball Richtung eigenes Tor beförderte. Zudem jagte Deyovasio Zeefuik den Ball wuchtig am Tor vorbei. Die Niederländer gefielen nach ihrem schnellen Umschaltspiel. Sie zeigten, dass der Sieg gegen England kein Zufall war.

Nach der Pause unter Druck

Nach der Pause geriet der Gastgeber zunächst gehörig unter Druck. In dieser Phase hätten die „Oranjes“ die Führung erzielen müssen: Nach einer Hereingabe von Chong verpasste Sierhuis, Jay Roy Grot verfehlte das Tor knapp, übersah dabei aber den besser postierten Mitspieler, und Dani de Wit scheiterte per Kopfball am Torwart.

Die Deutschen hielten wieder stärker gegen. Meritan Shabani tanzte durch den Strafraum, aber der Schuss des Bayern verfehlte das Tor. Die zweitbeste Chance der Schönweitz-Elf im zweiten Durchgang. Die beste vergab Özcan, als er kurze vor dem Abpfiff mit einem Strafstoß an Hoekstra scheiterte. Zuvor war Baak festgehalten worden.


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