Mittwoch in Großwallstadt Nordhorn-Lingen will den Schwung mitnehmen

Meine Nachrichten

Um das Thema EL-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Den Schwung vom Sieg gegen Lübeck-Schwartau will die HSG Nordhorn-Lingen – hier mit Georg Pöhle – mit zum Auswärtsspiel nach Großwallstadt nehmen. Foto: ScholzDen Schwung vom Sieg gegen Lübeck-Schwartau will die HSG Nordhorn-Lingen – hier mit Georg Pöhle – mit zum Auswärtsspiel nach Großwallstadt nehmen. Foto: Scholz

Lingen Große Erleichterung bei der HSG Nordhorn-Lingen nach dem Sieg gegen VfL Lübeck-Schwartau. Den Schwung aus dieser Partie will der Handball-Zweitligist mitnehmen zum Duell am Mittwoch um 19.30 Uhr beim Aufsteiger TV Großwallstadt.

„Der Sieg war wichtig. Die Art und Weise, wie er gelungen ist, war in Ordnung“, stellt Trainer Heiner Bültmann fest. Die Abwehr habe gut gestanden (22 Gegentore), der Angriff klaren Kopf bewahrt (26 Treffer). „Die Mannschaft hat kämpferisch alles rausgehauen. Auch spielerisch war es gut“, bescheinigt er seinem Team eine gute Einstellung und leidenschaftlichen Kampf. Der wird in Großwallstadt ebenfalls nötig sein. Denn der Gastgeber aus dem bayerischen Unterfranken verfügt über einen guten Kader. Und die Personalsorgen des Zwei-Städte-Teams sind nicht geringer geworden. Wie gegen Lübeck-Schwartau fallen neben den langzeitverletzten Jens Wiese und Alex Terwolbeck noch Nicky Verjans (Bauchmuskelzerrung) und Philipp Vorlicek (Knieprobleme) aus. „Ohne vier, das ist schon happig“, weiß Bültmann. Er ist froh, dass er im Training auf Levin Zare, Johannes von Lengerich und auch Stephan Wilmsen bauen kann. Die Einheiten sind intensiver, aber auch kürzer.

Auf ungewohnte Positionen einstellen

In Großwallstadt müssen sich die Spieler darauf einstellen, auf auch ungewohnten Positionen zum Einsatz zu kommen. Nach der roten Karte gegen Leenders bildeten zuletzt Luca de Boer und Georg Pöhle den Innenblock. „Das haben wir noch nie trainiert“, stellt Bültmann fest. Aus der vergangenen Saison weiß er, dass der Einsatz in neuer Rolle für die Spieler durchaus reizvoll sein kann. „Sie haben gezeigt, dass sie es können.“ Zur Vorbereitung auf die Partie in Großwallstadt bleibt nur wenig Zeit. Dabei setzt das Team von Trainer Florian Bauer auch auf ungewohnte Abwehrformationen wie das 4:2 oder das 3:3. „Dann muss man kühlen Kopf bewahren und den Ball laufen lassen“, erläutert Bültmann. Wenn der Gegner so offensiv agiere, ergäben sich fast zwangsläufig auch Räume.

Ehemalige Handball-Großmacht

Der TV Großwallstadt, in den Siebziger- und Achtzigerjahren eine Handball-Großmacht, war erster Deutscher Meister nach Gründung der Bundesliga. 1980 holte er vier Titel als Deutscher Meister, Pokalsieger, Supercup-Gewinner und ä Europapokalsieger der Landesmeister. Auf finanzielle Sorgen folgte 2013 nach 44 Jahren der Abschied aus der Bundesliga, 2015 der Zwangsabstieg aus der 2. Bundesliga.

HSG ist gewarnt

Jetzt ist Großwallstadt wieder zurück. Nach sieben Spielen ist das Team 17. mit 4:10 Punkten. Für Auftrieb hat der erste Saisonsieg gegen die Rhein-Vikings Anfang Oktober gesorgt. Die Bayern verfügen über ein Team mit viel Zweitliga-Erfahrung.2016 kamen die Brüder Lars und Tom Spieß sowie Jan Winkler aus Rimpar zurück. Michael Spatz, der schon für Großwallstadt in der Bundesliga gespielt hatte, kehrte nach einem Jahr aus Stuttgart zurück. Der 35-jährige Rechtsaußen zählt zu den Top-Schützen. Mario Stark gilt als ausgesprochen zweikampfstark und verfügt über einen guten Unterarmwurf. Kreisläufer Dino Corak erzielte beim 27:33 in Hüttenberg bei elf Versuchen zehn Tore. Die HSG ist also gewarnt. Drei der vier Zähler sammelte der Gegner daheim.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN