26:29 gegen Balingen Nordhorn-Lingen verhindert Desaster

Meine Nachrichten

Um das Thema EL-Sport Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lingen Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat vor 2313 Zuschauern in der Lingener Emslandarena die erste Heimbiederlage kassiert. Der Gastgeber verlor gegen HBW Balingen-Weilstetten mit 26:29 (6:14).

Die katastrophal schlechte erste Halbzeit, ein spielerischer Super-Gau, erwies sich als zu schwere Hypothek für die Aufholjagd im zweiten Durchgang. Lutz Heiny, ein Beispiel für den Schwung nach der Pause, meinte, dass womöglich noch die deutliche 27:36-Niederlage in Mühlheim gegen Essen in den Köpfen herumspukte. Mehr als 36 Gegentore hat die HSG noch nie in der 2. Liga kassiert. „Das war richtig schlecht“, nahm auch Trainer Heiner Bültmann am Sonntag kein Blatt vor den Mund.

Erstes Tor in der achten Minute

Es lief so gut wie nichts zusammen in der ersten Halbzeit. Die Verunsicherung des Gastgebers war in der Anfangsphase förmlich greifbar. Nach genau 7,48 Minuten erzielte er sein erstes Tor. Bezeichnenderweise per Siebenmeter durch Linksaußen Pavel Mickal, der zum Seitenwechsel immerhin vier der sechs HSG-Tore erziele. Bis zum 1:5 hatte Nordhorn-Lingen schon acht Fehlversuche verzeichnet. „Der Rückstand hat den Gegner ausgebremst“, erkannte auch HBW-Trainer Jens Bürkle.

Immer wieder an Mrkva gescheitert

Dem Gastgeber fehlte schnell jegliches Selbstvertrauen. Ein ums andere Mal scheiterte er an Torwart Tomas Mrkva, der die Bälle wie ein Magnet anzog. „Er hat überragend gehalten“, erklärte Bürkle. Bei der HSG kamen zu Fehlversuchen im Abschluss auch noch technische Fehler. Die Abwehr bekam Kreisläufer Marcel Niemeyer, Mannschaftskapitän und Ex-Europameister Martin Strobel sowie den wurfgewaltigen Lars Friedrich nie in den Griff.

Spiel schien entschieden

Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde HSG-Torhüter Björn Buhrmester immer besser. Drei Angriffe in Folge wehrte er ab. Zur Pause schien die Partie beim 6:14 dennoch schon gelaufen.

„Wir haben uns in der Kabine vorgenommen, es besser zu machen, zu zeigen, dass wir mehr können“, erklärte HSG-Spielmacher Patrick Miedema. Trotz weiterer Fehler startete Nordhorn-Lingen die Aufholjagd - und steckte auch nicht auf, als der Rückstand nach 40 Minuten noch neun Tore betrug (11:20).

„Nach der Pause alles gegeben“

„Auf einmal hatten wir die Situationen am Kreis, die Würfe passten“, stellte Heiny fest. Das Zwei-Städte-Team hatte wieder den Normal-Modus erreicht. „Da hat die Mannschaft alles gegeben“, lobte Bültmann. „Aber wenn man gegen einen Gegner wie Balingen-Weilstetten bestehen will, reichen 30 Minuten nicht.“

Tor um Tor verkürzt

Immerhin, getrieben vom Publikum, blieb die Hoffnung. Nordhorn-Lingen verkürzte Tor um Tor, kam in der 53. Minute auf drei Treffer heran (22:25). Doch insbesondere Strobel und Friedrich setzten immer wieder schmerzhafte Nadelstiche.

Chance zum 27:28 verpasst

Dennoch war Nordhorn-Lingen in der 59. Minute sogar bis auf zwei Tore an den Gast herrangerückt (26:28). Nach dem Fehlwurf von Oddur Gretarsson hatte der Gastgeber plötzlich die große Chance weiter zu verkürzen. Miedema warf den Ball jedoch rechts am Tor vorbei. Das war es. Damit endete die HSG-Serie von saisonübergreifend sechs Heimspielen ohne Niederlage (11:1 Punkte).


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN