Sieg mit Energieleistung HSG Nordhorn-Lingen setzt sich 26:21 gegen Hagen durch

Von Martin Lüken

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Stolz auf sein Team: Trainer Heiner Bültmann. Foto: ScholzStolz auf sein Team: Trainer Heiner Bültmann. Foto: Scholz

Nordhorn Die Zweitliga-Handballer der HSG Nordhorn-Lingen haben den VfL Eintracht Hagen im Heimspiel am Sonnabend mit einer Energieleistung besiegt. Trotz zahlreicher Ausfälle setzte sich das Team von Trainer Heiner Bültmann vor 1691 Zuschauern im Euregium mit 26:21 (14:10) durch.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben in der Abwehr über 60 Minuten überragend gespielt und dahinter hat Björn Buhrmester gut gestanden“, sagte der HSG-Coach und nannte damit auch gleich den Hauptgrund für den Heimsieg.

Der Trainer musste auf vier Spieler (Jens Wiese, Luca de Boer, Alexander Terwolbeck, Philipp Vorlicek) verzichten, Alec Smit hätte nur im absoluten Notfall spielen können. Trotz dieser Probleme setzten die Gastgeber die Vorgaben ihres Trainers perfekt um und übten mit einer engagierten Defensivleistung viel Druck auf das Offensivspiel der Hagener aus. So erzielten die Gäste zwar die 1:0-Führung (1.) in den folgenden 16 Minuten ließen die HSG-Handballer aber nur zwei weitere Treffer des Gegners zu. Weil die Gastgeber selbst besser trafen, lag das Team von Bültmann in der 16. Minute mit 7:3 in Führung.

„Wir kamen für einen Sieg eigentlich gar nicht in Frage. Es gab so viele Dinge in unserem Spiel, die gar nicht passten. Die HSG war galliger und immer einen Schritt schneller. Zur Halbzeit haben wir mit vier Toren hinten gelegen, gefühlt waren es aber acht“, sagte Gäste-Trainer Niels Pfannenschmidt, der sein Team dann auch beim 7:3 zu einer Auszeit versammelte. Hagen konnte das Spiel dann zwar etwas ausgeglichener gestalten, den Taktstock schwang aber trotz der vielen Ausfälle die HSG.

Variabel und treffsicher im Angriff, stark in der Abwehr – mit dieser Kombination kam die HSG zur 14:10-Pausenführung. Direkt nach dem Seitenwechsel machte Nicky Verjans mit dem Treffer zum 15:10 deutlich, dass die HSG nicht gewillt war nachzulassen. Erst als Hagens Andreas Bornemann in den folgenden Minuten auf Betriebstemperatur kam und mit drei Treffern in Folge auf 13:15 verkürzte, wurde es spannend. Die einzige Chance zur Wende sah VfL-Trainer Pfannenschmidt aber erst einige Minuten später, als sein Team auf 17:19 verkürzt hatte, in der Folge aber nicht näher herankam. Wichtig in dieser Phase: Der stark auftrumpfende HSG-Spielmacher Georg Pöhle holte in der 48. Minute einen Siebenmeter heraus, den er selbst verwandelte, und schickte Daniel Mestrum zwei Minuten auf die Strafbank. Nordhorn-Lingen führte 20:17 und spielte in Überzahl – allerdings nur, bis Lutz Heiny wegen der dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah (49.).

Dass die HSG in diesem Spiel einige Klippen umschiffte, daran hatte auch Torhüter Björn Buhrmester seinen Anteil, denn der Keeper hielt einen Siebenmeter von Daniel Mestrum (38.) und parierte doppelt in der 53. Minute. Insgesamt kam der Keeper auf zwölf Paraden. „Björn hat uns mit diesen Aktionen Kraft gegeben“, sagte Bültmann und so musste sein Hagener Kollege feststellen: „Die HSG hat es dann clever runtergespielt.“ Nordhorn-Lingen wahrte so nicht nur den Abstand, sondern baute den Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf sieben Tore aus (26:19), ehe den Gästen mit zwei Toren noch Ergebniskosmetik gelang.

Heiner Bültmann lobte am Ende nicht nur sein Team, sondern dankte auch dem einmal mehr reaktivierten und bald 40-jährigen Stephan Wilmsen, der in der Schlussphase seinen Beitrag zum Sieg leistete. Außerdem war es ihm wichtig, nicht unerwähnt zu lassen, dass im Training mit Nils Meyer ein weiterer Handball-Ruheständler ausgeholfen habe, um das Training des Zweitligisten trotz der diversen Ausfälle am Laufen zu halten.


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