Mit 48 im Tor der HSG Haselünne/Herzlake Andreas Metting: Dem Handball alles untergeordnet

Von Henning Harlacher, 12.09.2018, 17:03 Uhr
Der Handballer Andreas Metting (rechts) steht trotz seiner 48 Jahre noch im Handballtor der HSG Haselünne/Herzlake. Fotos: Doris Leißing

Haselünne. Seit über 30 Jahren steht Andreas Metting im Herrenbereich im Handballtor. Der 48-Jährige hat mit dem Haselünner SV und nach dem Zusammenschluss mit der HSG Haselünne /Herzlake so ziemlich alles erlebt.

Ein Leben ohne Handball wäre für Andreas Metting nicht vorstellbar. „Für mich war der Mannschaftssport immer wichtig. Ich habe in meiner über 30-jährigen Karriere immer alles für das Team getan und dem Handball eigentlich so ziemlich alles untergeordnet“, beginnt Metting zu erzählen. Dass es dadurch an dem einen oder anderen Wochenende auch mal privat kleine Unstimmigkeiten gab, nimmt der 48-Jährige mit einem kleinen Lächeln hin.

Heinz Sasse einer der wichtigsten Trainer

Für ihn war Handball schon immer eine Leidenschaft. „In jungen Jahren habe ich mit Fußball beim Haselünner SV angefangen“, so Metting. „Und in der C-Jugend bin ich mit meinem Kumpel und Klassenkameraden Holger Beelmann zum Handball gegangen und direkt da geblieben.“ Über den Handball hat er aber sehr viel für das Leben mitbekommen. „Ein wichtiger Trainer in meiner Laufbahn war mein damaliger A-Jugendtrainer Heinz Sasse. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken.“

Mit dem Fußball hatte Metting, der auch 1. Vorsitzender der HSG Haselünne/Herzlake sowie Kassenwart beim DRK Ortsverein Herzlake ist, aber nicht direkt abgeschlossen. „Ich habe bis zum Jahr 2000 auch noch beim Fußballverein des SV Polle gespielt. Allerdings auf dem Feld. Im Torwarttor wäre ich eine absolute Niete. Ich habe es damals als Ausgleich zum Handball genommen.“ Sein Leitsatz: „Ein Handballer, der kein Fußball spielen kann, braucht auch keinen Handball spielen.“

Viele Highlights über 30 Jahre

Die größten Erfolge feierte der Bankkaufmann Anfang der 2000er Jahre als die HSG eine Art Fahrstuhlmannschaft zwischen der damaligen Bezirksliga und der Bezirksklasse war. „Die Aufstiegsjahre waren natürlich immer etwas Besonderes. Leider waren wir für die Bezirksliga aber nicht gut genug. Zudem waren aber auch Freundschaftsspiele gegen Wallau/Massenheim oder Gummersbach für mich ebenfalls echte Highlights“, strahlt er.

„So lange es die Gesundheit zulässt“

Für die HSG gab es aber auch schwierige Zeiten, die Metting persönlich durchgemacht hat. „Wir waren ja auch mal in der untersten Liga angelangt, und beim Spiel waren dann gerade mal acht oder neun einsatzfähige Spieler. Das war nicht einfach aber zum Glück nur für ein Jahr. Außerdem war auch im Jugendbereich eine Zeit lang nicht viel los. Mit einem Spielefest, das von Rainer Voigt organisiert wurde, konnten wir diesen wieder aufmöbeln. Heute finden sich dadurch Spieler wie Nils Janning, Marcel Hatting, Patrick Lampe, Robin Spieker, Julian Wilkens oder Thomas Rosche im Kader der ersten Mannschaft wieder.“In der Region zählt die HSG heute zu den größten Ausbildungsvereinen im Handball.

Wie lange Metting, der auch Trainer der weiblichen C-Jugend ist, in der seine Tochter spielt, selbst noch aktiv auf der Platte stehen wird, kann er noch nicht genau sagen. „Solange es die Gesundheit zulässt, spiele ich weiter. Bis auf einen Kreuzbandriss vor drei Jahren hatte ich bisher keine schlimmen Verletzungen“, so Metting. Ob er damals bereits ans Aufhören gedacht hat? „Eigentlich nicht. Es macht mir einfach zu großen Spaß, einen Teamsport auszuüben.“ Gut möglich also, dass die Fans der HSG noch lange ihre Freude am Torhüter haben werden - Oldie but Goalie eben.

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