Bogenschütze wurde kürzlich Neunter Herßumer Mathias Kramer denkt schon an die nächste DM

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Mit dem Recurvebogen bestreitet Mathias Kramer sein Training und seine Wettkämpfe. Foto: Hermann NortmannMit dem Recurvebogen bestreitet Mathias Kramer sein Training und seine Wettkämpfe. Foto: Hermann Nortmann

Werlte. Dreimal pro Woche legt Mathias Kramer die 15 Kilometer von seinem Wohnort Herßum nach Werlte zum dortigen Bogensportclub (BSC) zurück, um zu trainieren. In seiner Altersklasse zählt er zu Deutschlands Top-Ten-Bogenschützen.

Dass er heute Bogenschütze ist, kommt nicht von ungefähr. Bevor Kramer zu diesem Sport kam, hatte er zu Hause mit seinem Vater bereits Stöcker gesucht und sich einen eigenen Bogen gebastelt. Bei der Werlter Woche sah der Schüler beim Bogenschießen zu, probierte es selbst zum ersten Mal aus. Danach versuchte es Kramer beim Vatertag in Werlte an einem Tag der offenen Tür erneut. „Dann bin ich mal zum Training gegangen.“ Damals war er neun Jahre alt.

Mittlerweile hat der 14-Jährige an vier Deutschen Meisterschaften teilgenommen. Zuletzt an denen in Wiesbaden. Dort belegte er in der Endabrechnung den neunten Platz. Bei 30 Grad und viel Wind schloss Kramer die Qualifikationsrunde als Siebter ab. Schoss 632 Ringe. 318 Ringe im ersten Durchgang, 314 im zweiten, was persönliche Bestleistung bedeutet. „In der Qualirunde war ich nicht nervös, aber in der Finalrunde“, gesteht er. Im anschließenden Achtelfinale zog Kramer gegen Domenic Merkel (SV Moosbach Boge) den Kürzeren. Merkel musste sich am Ende erst im Bronzefinale geschlagen geben.

Lob vom Trainer

„Mathias schießt das erste Jahr in der Jugendklasse und kann noch zwei Jahre in der Klasse schießen. Deshalb sind seine tolle Platzierung und sein tolles Ergebnis umso höher zu bewerten“, sagt Kramers Trainer Hermann Nortmann. Man nehme sich ja eigentlich vor, Erster zu werden, sagt Kramer selbst. „Das klappt aber natürlich nicht immer. Aber jetzt war ich ja unter den Top Ten“, zeigte er sich nicht unzufrieden. Im letzten Jahr sei er unter den besten 20 Schützen gewesen. „Also eine Steigerung. Von daher ganz gut. Und da ich im ersten Jahr in der Jugendklasse schieße, ist das für mich sehr gut.“

2019 in die Top Fünf

Im nächsten Jahr will Kramer erneut bei der DM angreifen. „Wieder besser schießen als in diesem Jahr“, lautet sein Ziel. Kramer visiert in 2019 die Top Fünf an.

Bogenschießen ist im Übrigen nicht der einzige Sport, für den sich Kramer interessiert. „Ich habe mal Fußball gespielt. Und jetzt will ich anfangen, Mountainbike zu fahren – als Ausgleichssport.“ Zeit genug hätte er dafür. Denn die Freiluftsaison ist nun beendet. Mit der Vereinsmeisterschaft am ersten November-Wochenende wird die Hallensaison der Bogenschützen eröffnet.


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