34:27 gegen Hüttenberg Nordhorn-Lingen begeistert gegen Bundesligaabsteiger

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Jubeln durfte die HSG Nordhorn-Lingen nach dem 34:27-Sieg gegen den TV Hüttenberg. Bart Ravensbergen gefiel mit wichtigen Paraden. Foto: ScholzJubeln durfte die HSG Nordhorn-Lingen nach dem 34:27-Sieg gegen den TV Hüttenberg. Bart Ravensbergen gefiel mit wichtigen Paraden. Foto: Scholz

Nordhorn Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat vor 1871 Zuschauern im Euregium gegen den Bundesligaabsteiger TV Hüttenberg deutlich mit 34:27 (17:14) gewonnen. In einer über weite Strecken begeisternden Partie verteidigte der Gastgeber die Tabellenführung.

„Das haben wir 45 Minuten wirklich super gemacht“, meinte HSG-Trainer Heiner Bültmann, ein Freund nüchterner Worte. Doch was seine Mannschaft zeigte, überzeugte nicht nur die Zuschauer, die mit den Spielern zu einer Einheit verschmolzen. Es sei beeindruckend, gegen eine so starke Abwehr wie die der Hüttenberger 34 Tore zu werfen. Dabei vergab Nordhorn-Lingen vier Siebenmeter!

„Hochverdienter Sieg“

Hüttenbergs Coach Emir Kurtagic erkannte den „hochverdienten Sieg“ der HSG an, die viel richtig gemacht habe. „Es ist schwer, hier etwas mitzunehmen, wenn man nicht mehr als 20 Minuten Druck macht.“

Schlechter Start

Dabei hätte der Gastgeber kaum viel schlechter in die Partie starten können, in der er in der vierten Minute mit 0:3 hinten lag, aber zur Pause dank enormer Zweikampfstärke, unglaublicher Leidenschaft und guter Mentalität mit drei Toren führte. Schon beim ersten Angriff erfuhr das Zwei-Städte-Team, wie schwer es gegen die 3-2-1-Abwehr der Hessen werden kann. Nach einem Ballverlust fiel prompt das 0:1. Danach verpasste Pavel Mickal den Ausgleich, als er den Siebenmeter an die Latte setzte. Beim Derby in Emsdetten hatte er noch sechsmal verwandelt. Dann kassierte Pöhle eine Zeitstrafe – und wenig später schon die zweite. Eine große Hypothek.

Hellwach, aber übermotiviert

In dieser Phase wirkte die HSG zwar schon hellwach, aber auch ein bisschen übermotiviert. Sein Team habe sich aus der Ordnung locken lassen und Zweikämpfe zu weit vor dem Tor angenommen, meinte Bültmann. Das zog eine nicht unumstrittene Zeitstrafenflut (sechs in der ersten Halbzeit) nach sich. Doch Hüttenberg verstand es nicht, die personelle Überlegenheit zum Ausbau der Führung zu nutzen.

Erste Führung in der 27. Minute

Mit dem 1:3 von Patrick Miedema leitete die HSG die Aufholjagd ein. Sie kämpfte sich ins Spiel, wurde immer sicherer. Sie musste zunächst nachlegen. Dabei präsentierte sich Hüttenbergs Schwede Markus Stegefelt konsequent wie eine Wurfmaschine. Philipp Vorlicek, der vor der Pause nach einer rüden Attacke verletzt ausschied, gelang in der 17. Minute der Ausgleich (9:9). Toon Leenders sorgte zehn Minuten später für die erste Führung (15:14), die der Gastgeber auf 17:14 ausbaute.

Sechs-Tore-Lauf

Mit zwei Treffern direkt nach der Pause war der Sechs-Tore-Lauf perfekt und der Gegner gehörig unter Druck gesetzt. Damit kam der Favorit aus Hessen nicht klar. Ihm unterliefen technische Fehler. In der 40. Minute war die HSG enteilt. Dank einer starken Mannschaftsleistung mit den auffälligen Neuzugängen Bart Ravensbergen, Georg Pöhle und Julian Possehl. Bültmann versprach, dass die HSG mit der Rolle an der Spitze demütig umgehen werde. „Wir werden weiter hart arbeiten.“


HSG Nordhorn-Lingen - TV Hüttenberg 34:27 (17:14)

HSG Nordhorn-Lingen: Ravensbergen (9/1 Paraden, ab 15.), Buhrmester (0 Paraden, bis 15.); Verjans (6/1), Heiny (5), Leenders (2), Mickal (3), Miedema (4), de Boer, Zare (1), Vorlicek (1), Smit (1), Seidel, Possehl (3), Pöhle (8/3).

TV Hüttenberg: Weber (8/3 Paraden, bis 18., ab 37.), Schomburg (3 Paraden, 18.-37. ); Sklenák (3), Lambrecht (2), Wernig (7/4), Werth, Rompf (3), Zörb (1), Fernandes, Johannsson (3), Stegefelt (5), Mubenzem (2), Hahn (1), Zintel, Klein.

Siebenmeter: 4/8 (Mickal, 2., wirft den Ball an die Latte; Verjans, 24., Pöhle, 44., und Mickal, 52., scheitern an Weber) - 3/4 (Wernig, 28., scheitert an Ravensbergen.

Zeitstrafen: 14 Min. (Pöhle, 3., 8.; Possehl, 13., 27.; Leenders, 14.; Miedema, 19.; Verjans, 51.) / 10 Min. (Rompf, 22., 52.; Zörb, 28,; Klein, 28., 34.).

Zuschauer: 1871 im Nordhorner Euregium.

Schiedsrichter: Hanspeter Brodbeck (Reutlingen)/Simon Reich (Metzingen).

Spielfilm:: 0:3 (4.), 1:3 (5.), 2:4 (8.), 3:4 (9.), 4:6 (11.), 6:7 (13.), 7:9 (15.), 9:9 (17.), 11:12 (21.), 13:14 (25.), 16:14 (29.), 17:14 (Hz.), 19:14 (33.), 21:17 (36.), 24:19 (39.), 26:19 (41.), 28:20 (48.), 28:23 (50.), 30:24 (53.), 32:25 (57.), 34:27 (E).

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