Bundesligaabsteiger Hüttenberg kommt Nordhorn-Lingen vor kniffeliger Aufgabe

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Die Lücke in der Hüttenberger 3-2-1-Abwehr sucht die HSG Nordhorn-Lingen – auf dem Foto Lutz Heiny (r.) – im Heimspiel am Sonntag im Euregium. Foto: LeißingDie Lücke in der Hüttenberger 3-2-1-Abwehr sucht die HSG Nordhorn-Lingen – auf dem Foto Lutz Heiny (r.) – im Heimspiel am Sonntag im Euregium. Foto: Leißing 

Nordhorn Eine Woche nach dem Paukenschlag beim 33:20-Derbysieg in Emsdetten erwartet Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen am Sonntag um 17 Uhr im Euregium Bundesligaabsteiger TV Hüttenberg. „Ein happiges Auftaktprogramm“, sagt Trainer Heiner Bültmann.

Dass das Zwei-Städte-Team nach dem ersten Spieltag von der Tabellenspitze winkt, ist für Bültmann zwar ein „gutes Gefühl“, aber mehr auch nicht. „Gerade die Mannschaft weiß das einzuordnen“, erwartet er keinen Übermut. In den letzten 20 Minuten jeder Halbzeit habe sein Team richtig gut gespielt. In der Abwehr und auch im Angriff.

Vom Underdog zum Gejagten

Beim ersten Heimspiel der neuen Saison erhofft die HSG eine gute Kulisse und viel Unterstützung. Denn mit dem TV Hüttenberg kommt einiges auf den Gastgeber zu. Auch das 23:23 des Bundesligaabsteigers zu Hause gegen Aue ändert nichts daran, dass der Gegner aus dem mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis für Bültmann zum Kreis der Aufstiegsfavoriten zählt. Vielleicht müsse sich das Team von Trainer Emir Kurtagic erst daran gewöhnen, dass es vom Underdog der 1. Liga wieder zu Gejagten geworden sei.

3-2-1-Abwehr ungewöhnlich

Das Auffälligste am Gast ist die ungewöhnliche 3-2-1-Abwehr. Die erfordert vom Gegner eine komplette Umstellung. „Die spielt man nur zweimal im Jahr, nämlich gegen Hüttenberg“, weiß Bültmann. Der Gast verfüge über schnelle, zweikampfstarke und kompakte Handballer. Er habe die Formation optimiert.

Hohe Passqualität wichtig

Der HSG-Coach bereitet seine Spieler intensiv auf die kniffelige Aufgabe vor. Er baut auf Automatismen und darauf, dass sein Team die richtige Mischung findet. Nordhorn-Lingen setzt auf hohes Tempo – das gelang schon in Emsdetten gut –, aber auch auf Längen im Angriffsspiel. „Den Ball laufen lassen und unter Druck gute Entscheidungen treffen“, erläutert der Trainer. Wichtig ist die hohe Passqualität nicht nur bei Spielverlagerungen. „Es macht auch Spaß, sich mit einer Sache zu beschäftigen, die nicht jede Woche auf dem Plan steht“, ist Bültmann zuversichtlich. Verzichten musst er nur auf die langzeitverletzten Alex Terwolbeck und Jens Wiese.

Weber ein erfahrener Torwart

Hüttenberg hat zwar viele Spieler abgegeben, aber mit Dominik Mappes (Erlangen) nur einen, der in der viele Einsatzzeiten bekommen habe, sagt Bültmann. Fast der gesamte Kader verfüge über Erstliga-Erfahrung nicht nur aus der vergangenen Saison. Auf den Außenpositionen sorgen Christian Rompf und Tobias Hahn für Gefahr. Der zweikampfstarke Mittelmann Tomas Sklenak trifft viele gute Entscheidungen. Der aus Hamm gekommene Björn Zintel sucht den schnellen Abschluss. Grundsolide agiert der Isländer Ragnar Johannsson im rechten Rückraum. Wuchtige Werfer sind der Schwede Markus Stegefelt und der Tscheche Dieudonné Mubenzem. Im Tor steht der vom benachbarten Bundesligisten Wetzlar gekommene Niko Weber. Der 38-Jährige verfügt über viel Erfahrung.


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