Bültmann nennt sportliche Ziele Nordhorn-Lingen will den nächsten Schritt machen

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Weiter verbessern will sich die HSG Nordhorn-Lingen in der neuen Saison. Zum Aufgebot gehören (hinten v.l.) Lutz Heiny, Patrick Miedema, Toon Leenders, Luca de Boer, Georg Pöhle, Johannes van Lengerich und Klaus Gierveld sowue (Mitte v.l.) Michael Welzel, Cathrin Kamphuis, Maja Loebnitz, Jacqueline Arndt, Pavel Mickal, Julian Possehl, Jens Wiese, Philipp Vorlicek, Lasse Seidel, Ralf Lucas, Heiner Bültmann und (vorne v.l.), Levin Zare, Nicky Verjans, Bart Ravensbergen, Björn Buhrmester, Dennis Bartels, Alec Smit und Alex Terwolbeck. Foto: Doris LeißingWeiter verbessern will sich die HSG Nordhorn-Lingen in der neuen Saison. Zum Aufgebot gehören (hinten v.l.) Lutz Heiny, Patrick Miedema, Toon Leenders, Luca de Boer, Georg Pöhle, Johannes van Lengerich und Klaus Gierveld sowue (Mitte v.l.) Michael Welzel, Cathrin Kamphuis, Maja Loebnitz, Jacqueline Arndt, Pavel Mickal, Julian Possehl, Jens Wiese, Philipp Vorlicek, Lasse Seidel, Ralf Lucas, Heiner Bültmann und (vorne v.l.), Levin Zare, Nicky Verjans, Bart Ravensbergen, Björn Buhrmester, Dennis Bartels, Alec Smit und Alex Terwolbeck. Foto: Doris Leißing

Lingen. Das Ziel der HSG Nordhorn-Lingen heißt mittelfristig Bundesliga – möglichst bis 2020. In der am Wochenende beginnenden Serie 2018/19 erwartet Trainer Heiner Bültmann eine bessere Platzierung als in der Vorsaison. Da wurde sein Team Siebter.

Das Zwei-Städte-Team peilt die Spitzengruppe an. „Wir wollen den nächsten Schritt machen“, erklärt der Trainer. Das soll in der Tabelle deutlich werden. Für einen Platz ganz oben dürfte es noch nicht reichen, weil einige Konkurrenten auch finanziell über ganz andere Möglichkeiten verfügen. Doch die HSG hat ihr Fundament in den letzten Monaten deutlich verbessert. Ganz wichtig für den Verein ist die Anstellung von Matthias Stroot als hauptamtlicher Geschäftsführer. Ein Meilenstein, denn sportliche Verbesserung setzt auch wirtschaftliche Verbesserung voraus.

Ein neues Trio

Frank Schumann, Matthias Poll (Karriereende), Yannick Fraatz (Bergischer HC) und Fabian Kaleun (Auslandssemester) stehen nicht mehr im Kader. Dafür sind der vielseitige Georg Pöhle (TV Emsdetten), der Rückraumrechte Julian Possehl (ASV Hamm-Westfalen) und Torhüter Bart Ravensbergen (Sélestat Alsace Handball/Frankreich) gekommen. Ein Trio mit Qualität, das die HSG von Beginn an weiterbringen kann – und das in der Vorbereitung auch schon bewiesen hat. Der 23-jährige Pöhle zählte in den letzten Jahren meist zu den gefährlichsten Schützen der Liga. Treffer erwartet Nordhorn-Lingen vom Rückraumspieler, der auch im Innenblock spielen und eine Partie lenken kann. Der 25-jährige Possehl ist im rechten Rückraum schnell und explosiv. Er hat in Lemgo Erstligaerfahrung gesammelt. Markenzeichen ist die Ballsicherheit, die gerade bei Längen im HSG-Angriff wichtig ist. Ravensbergen belebt den Konkurrenzkampf im Tor. Der 25-jährige steht immerhin bei der niederländischen Nationalmannschaft zwischen den Pfosten. Björn Buhrmester, seit neun Jahren bei der HSG, wurde in der vergangenen Serie als bester Zweitliga-Torwart ausgezeichnet.

Abwehr soll sich weiter verbessern

Für die Saison 2018/19 hat Bültmann sportliche Ziele vorgegeben. Die Abwehr soll sich weiter verbessern, am Ende zu den besten der Liga gehören. Dazu gibt es mit Pöhle neue Möglichkeiten. Er ist neben Luca de Boer und Toon Leenders dritter Innenblockspieler. „Da hat sich die Qualität verbessert“, stellt Bültmann fest. In der Vorbereitung hat er das Trio in verschiedenen Kombinationen aufgeboten. Es hat jeweils gut funktioniert. Wechsel sind ohne Qualitätsverlust möglich. Mit der 5:1-Abwehr mit einem vorgezogenen Pöhle hat die HSG ebenfalls gute Erfahrungen gesammelt. Ein probates Mittel, um den Gegner aus dem Rhythmus zu bringen.

„Tempospiel forcieren“

Weiter forcieren will die HSG das Tempospiel. Mehr Wechselmöglichkeiten bedeuten mehr Alternativen und mehr Ruhephasen für die Spieler. Verbessert werden soll auch der Abschluss.

Vorlicek wieder dabei

Geplant war, statt des Torwarts häufiger auf einen siebten Feldspieler zu setzen, um den Druck zu erhöhen. „Wir haben daran gearbeitet, aber nicht so intensiv wie geplant“, sagt Bültmann. Denn in der Vorbereitung standen lange Zeit nur vier Rückraumspieler zur Verfügung. Drei fehlten. „Das kann man mit so wenig Feldspielern nicht trainieren“, erläutert Bültmann. Philipp Vorlicek hat sich zum DHB-Pokalspiel gegen den Deutschen Meister Flensburg-Handewitt wieder zurückgemeldet.

Terwolbeck und Wiese verletzt

Doch in der neuen Saison muss sich Nordhorn-Lingen mit ähnlichen Problemen plagen wie in den vergangenen beiden Jahren: Es gibt langzeitverletzte Leistungsträger. In der Saison 2017/18 fiel Abwehrrecke Frank Schumann, der sich jetzt um die Nachwuchsarbeit kümmert, komplett aus. Weitere Verletzungen kamen hinzu. Jetzt fehlt noch ein Rückraumduo: Shooter Jens Wiese ist an der Schulter operiert worden. Er hatte Glück im Unglück: Statt der befürchteten sechsmonatigen Pause könnte er schon nach drei Monaten wieder zur Verfügung stehen. Bei Mannschaftskapitän Alex Terwolbeck, der am Fuß operiert worden ist, dürfte das Comeback länger auf sich warten lassen. Ihren Part werden andere Spieler mit übernehmen. Wie vielseitig sie sind, haben sie in der vergangenen Serie eindrucksvoll bewiesen. Auch wenn drei Neue gekommen sind, ist die Mannschaft doch über Jahre eingespielt. Ein großer Pluspunkt.

Gute Vorbereitung

Das zeigte sich in der Vorbereitung: Gegen starke Gegner lief es gut. Sein Team habe trotz verletzter Spieler gegen Liga-Rivalen gezeigt, dass es konkurrenzfähig sei, sagte Bültmann. „Wir waren da.“ Im Angriff erhielten Pöhle und Possehl reichlich Einsatzzeiten und konnten sich an die Abläufe im HSG-Spiel gewöhnen. Auch wenn die Ergebnisse zweitrangig waren und es nur gegen den Erstligisten GWD Minden eine Niederlage gab, dürfte die Mannschaft Sicherheit gewonnen haben. Bei der 19:28-Niederlage gegen Flensburg in der ersten Pflichtaufgabe wirkte das Zwei-Städte-Team lange sehr diszipliniert.

Härtetests zum Start

Die ersten Punktspiele haben es in sich: Sonntag geht es zum starken Nachbarn nach Emsdetten. Zum ersten Heimspiel kommt Absteiger TV Hüttenberg am 2. September. Echte Härtetests gleich zum Start.


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