Pokal-Aus gegen Flensburg 19:28 – Nordhorn-Lingen hält eine Halbzeit mit

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Halver Die HSG Nordhorn-Lingen hat trotz starker erster Halbzeit die große Überraschung verpasst: Der Handball-Zweitligist verlor in der ersten Runde des DHB-Pokals beim Turnier im nordrhein-westfälischen Halver gegen den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt mit 19:28 (10:14).

Das Zwei-Städte-Team hielt vor gut 1000 Zuschauern, davon rund 100 HSG-Fans, das Ergebnis knapper als bei der Achtelfinalniederlage 2012 (19:36). Es erwischte einen starken ersten Durchgang. „Da haben wir gut mitgespielt“, stellte Trainer Heiner Bültmann fest. Nicht nur in der Abwehr. Flensburgs Trainer Maik Muchalla erkannte in der ersten Halbzeit Probleme im Angriff. Aber über 60 Minuten habe sein Team konzentriert gespielt.

„Vor der Pause mutig“

„Wir haben vor der Pause mutig gegengehalten, haben gezeigt, dass wir kämpfen können“, sagte Georg Pöhle, der mit fünf Toren beste Schütze des Zweitligisten. Danach habe der Deutsche Meister seine Qualität ausgespielt. Verbessern müsse die HSG den Abschluss. „Da ist immer Luft nach oben, wenn er nicht bei 100 Prozent liegt.“ Und nach der Pause lag er klar darunter. „Das war zu Anfang sehr gut“, sagte Kreisläufer Luca de Boer, der einige sehr gute Abschlüsse hatte.

Buhrmester wehrt zwei Siebenmeter ab

Nordhorn-Lingen hielt die Partie gegen die Schleswig-Holsteiner mit dem ehemaligen HSG-Quartett Holger Glandorf, Tobias Karlsson auf dem Feld sowie Maik Machulla und Mark Burt auf der Trainerbank zunächst offen, auch wenn der Gegner die Niedersachsen nach dem 2:2 nicht mehr auf ein Unentschieden herankommen ließ. Das lag daran, dass Torwart Björn Buhrmester sein Team mit zwei gehaltenen Siebenmetern gegen Wanne Hampus (11.) und Magnus Jondal (13.) im Rennen hielt. In dieser Phase wirkte der Zweitligist kurzfristig vor dem Tor nicht entschlossen genug. Gleich dreimal wehrte SG-Keeper Torbjörn Bergerud ab.

Neuzugänge treffen

Den Rückstand beim 0:1 und 1:2 glichen die Neuzugänge Georg Pöhle und Julian Possehl jeweils aus. Ausgerechnet HSG-Ehrenmitglied Holger Glandorf bewies von Beginn seine überragende Qualität. Beim ersten Versuch stoppte Lutz Heiny mit energischem Griff den Bundesliga-Rekordtorschützen. Doch Glandorf, der zehn Jahre für die HSG spielte, traf zum 2:1, 3:2 und 9:7. Dann gönnte Machulla ihm eine erste Pause.

Zur Pause 10:14

Beim 13:9 musste Nordhorn-Lingen erstmals den Gegner auf drei Tore ziehen lassen. Zur Pause waren es vier.

Zweiter Durchgang beginnt schlecht

Der zweite Durchgang begann denkbar schlecht: Flensburg zog auf 16:10 davon, bevor Lasse Seidel in der 36. Minute erste Tor nach der Pause für die HSG warf, die von der 6:0- auf die 5:1-Abwehr umgestellt hatte. Zuvor scheiterte Pöhle per Siebenmeter an Torbjörn Bergerud.

Einige Ballgewinne

Flensburg zog davon. „Wir hätten aber weiter verkürzen können“, bekannte de Boer. Pöhle warf etwa aus der eigenen Hälfte am leeren Tor vorbei. Auch wenn es vor dem gegnerischen Tor nicht wunschgemäß lief, verzeichnete die HSG einige gute Ballgewinne.

Fans laut

Zumindest in zwei Kategorien hatte Nordhorn-Lingen die Nase vorn: Da auch Neuzugang Bart Ravensbergen noch einen Siebenmeter abwehrte, führte die HSG 3:2. Und das Lautstärke-Ranking der Fans gewann der Zweitligist ebenfalls.


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