Deutsche Vielseitigkeitsreiter stehen fest Krajewski für Weltreiterspiele in den USA nominiert

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Nominiert für die USA: Julia Krajewski. Archivfoto: Friso Gentsch/dpaNominiert für die USA: Julia Krajewski. Archivfoto: Friso Gentsch/dpa

Warendorf Ihre jüngsten Erfolge haben sich ausgezahlt: Vielseitigkeitsreiterin Julia Krajewski vom RFV Lingen darf sich große Hoffnungen auf einen Start bei den Weltmeisterschaften in Tryon/USA (11. bis 23. September) machen.

Im Anschluss an die letzte Sichtung im polnischen Strzegom hat die AG Spitzensport des Ausschusses Vielseitigkeit des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) fünf Paare nominiert. Olympiasieger Michael Jung (Horb) führt mit Rocana das Team an. Außer Julia Krajewski (Warendorf) mit Chipmunk gehören noch Europameisterin Ingrid Klimke (Münster) mit Hale Bob, Andreas Dibowski (Döhle) mit Corrida und Kai Rüder (Blieschendorf) mit Colani Sunrise dem Team an.

Siege in Aachen und Luhmühlen

Krajewski hatte in diesem Jahr beim CHIO Aachen die deutsche Vielseitigkeitsehre gerettet, als sie mit Chipmunk im Einzel gewann. Zuvor hatte die deutsche Vielseitigkeitsmannschaft ein Desaster erlebt. Nach Dressur und Springen hatte die Equipe von Bundestrainer Hans Melzer noch ganz vorne gelegen. Aber im abschließenden Geländeritt fiel sie auf Rang fünf (von sieben Teams) zurück. Fünf Wochen zuor hatte Krajewski bereits in Luhmühlen gewonnen und wurde Deutsche Meisterin.

Doppel-Weltmeisterin erste Reserve

Aufgrund ihrer gezeigten Leistungen in Aachen und dem Sieg in Strzegom wurde Doppel-Weltmeisterin Sandra Auffarth (Ganderkesee) mit ihrem neunjährigen Nachwuchspferd Viamant als erste Reserve benannt. Ihr Toppferd Opgun Louvo ist für einen WM-Einsatz nicht fit genug. Als zweite Reserve wurde Josefa Sommer (Immenhausen) mit Hamlet nominiert, auf dem dritten Reserveplatz folgt Jörg Kurbel (Rüsselsheim) mit Josera’s Entertain You.

Chance auf Olympia-Quali

In acht Disziplinen – Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Para-Dressur, Voltigieren, Fahren, Reining und Distanzreiten – werden die Sieger ermittelt. Nach derzeitigen Planungen werden insgesamt 51 Pferde sowie 47 Reiter, Fahrer und Voltigierer aus Deutschland in den US-Bundestaat North Carolina reisen. Für die Vielseitigkeitsreiter sind die Weltreiterspiele gleichzeitig die erste Möglichkeit, sich für die Olympischen Spiele in Tokio 2020 zu qualifizieren.

42 Stunden Quarantäne

Die Vielseitigkeitspferde fiegen am 5. September in die USA. Startflughafen ist Lüttich in Belgien. Von dort aus geht es nonstop nach Greenville-Spartanburg im US-Bundesstaat South Carolina, wo die Vierbeiner von Reitern und Pflegern in Empfang genommen werden, die einen Tag zuvor vorausgeflogen sind. 42 Stunden dauert die Quarantäne vor Ort, ehe es auf die etwa 90-minütige Fahrt zum Tryon International Equestrian Center in North Carolina geht.

Entscheidung am 16. September

Am 11. September findet die Eröffnungsfeier statt. Tags darauf beginnen die ersten Wettkämpfe in Distanzreiten, Reining und Dressur. Am „Super Sunday“, dem 16. September, folgen die Medaillenentscheidungen in Dressur und Vielseitigkeit. Montag, der 17. September, ist der einzige Ruhetag innerhalb der zweiwöchigen Weltmeisterschaften. Das abschließende Wochenende (22. und 23. September) steht dann ganz im Zeichen der Entscheidungen in Voltigieren und Para-Dressur (samstags) sowie Fahren und Springen (sonntags).

Hier der der vorläufige Zeitplan!


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