Speedway-Team-Cup vor 1100 Besuchern MSC Cloppenburg revanchiert sich beim MSC Dohren

Von Dieter Kremer


Dohren Die MSC Cloppenburg „Fighters“ haben erfolgreich Revanche genommen für die bittere Heimniederlage beim Speedway-Teamcup. In Dohren hatten die Cloppenburger am Samstag im dritten Liga-Rennen die Nase vorn vor dem Emsland-Speedway-Team. Im April beim Rennen in Cloppenburg war es noch genau andersherum.

Nach einem spannenden und fulminanten Rennen gewannen die Fighters, die extra einen Fanbus eingesetzt hatten, das Auswärtsrennen mit 49 Punkten vor den Emsländern (42), dem MSC Diedenbergen Rockets (15) und den Landshut Young Devils (8). Beim Speedway Team-Cup handelt es sich um die zweite deutsche Speedwayliga, in der die Cloppenburger ihre Tabellenführung ausbauten.

„Leider“, so Dohrens Teammanager Tobias Kroner, habe man das Duell verloren. „Das tut schon weh vor heimischem Publikum. Wir haben uns natürlich schon sehr stark geärgert“, gestand der 32-Jährige, der Ende des vergangenen Jahres seine aktive Laufbahn beendet hatte.

Mit Aggressivität holte sich der Rivale in Dohren den Sieg. „Im Prinzip waren die Cloppenburger im gesamten Team einen Tick schärfer. Wir haben hier und da Punkte abgegeben, wo wir die Tür zu weit offengelassen haben“, bilanzierte Kroner. Weil man in der ersten Kurve zuviel Platz gelassen habe, sei man überholt worden, fügt er hinzu. „Da waren die Cloppenburger rigoros. Das muss man einfach sagen.“

Cloppenburg setzte auf der Position von Mads Hansen, der am gleichen Tag im EM-Finale der U19 in Finnland startete, den Gastfahrer Valentin Grobauer ein. „Und der hat natürlich auch noch gut performt“, so Kroner. Grobauer sei auf dem Punkt da gewesen und habe gepunktet. „Bei den Cloppenburgern passte einfach alles. Sie haben jede Lücke genutzt. Kampfbetont, aber fair.“ Dementsprechend spricht Kroner von einem auch in der Höhe gerechten Ergebnis.

Die Emsländer mussten auf ihren Dänen Kenneth Jürgensen verzichten, der sonst auf der U-21-Position fährt. Teamkapitän Kai Huckenbeck führte die Lokalmatadore an, zu denen in Dohren auch der der amtierende Deutsche Speedwaymeister Kevin Wölbert sowie die Wachs-Brüder Timo und Fabian gehörten. Huckenbeck war nahezu unschlagbar, musste in Dohren nur einen Punkt abgeben. Dagegen ließ Wölbert einige Punkte liegen. „Den beiden Wachs-Jungs muss ich ganz klar ein Lob aussprechen“, so Kroner. Beide hätten stark gekämpft. Timo Wachs traf auf der Juniorenposition auf den Ex-Weltmeister Jonny Wynant aus Lindern. „Und der ist einfach ein Supertalent. Den zu schlagen ist immer schwierig“, sagt Kroner. Trotzdem konnte Timo Wachs Wynant einmal im ersten Lauf hinter sich lassen. Kroner: „Und auch Fabian Wachs hat sich im Gegensatz zu den letzten Rennen sehr steigern können.“ Letztlich sei die Dominanz der Cloppenburger das größte Problem gewesen.

Während es für die Emsländer nach der regenbedingten Absage im bayerischen Olching erst das zweite Ligarennen der Saison war, hatten sich die Cloppenburger bereits durch den Sieg in Diedenbergen die Tabellenführung gesichert.

Im Vorfeld hatte der MSC Dohren mit einigen Problemen zu kämpfen. Hatte der Verein doch einen neuen Bahnbelag aufgebracht, der nicht hielt. Man habe noch während des gesamten Rennens viel Arbeit in die Bahn investieren müssen, berichtet Kroner.

1400 Personen waren am Samstag zum Eichenring gekommen, darunter etwa 300 Fahrer und Funktionäre. Bei den großen Rennen im Oktober verzeichnet der MSC in der Regel gut 4000 Besucher. „Dann ist die Hütte auch rappelvoll“, erklärt Kroner. Am Sonntag fand der ADAC-Weser-Ems-Cup der Klassen Junior A (50 ccm), Junior B (125 ccm), Junior C (250 ccm) und B-Lizenz (500 ccm) statt. Hier hatten sich einige Hundert Besucher am Eichenring eingefunden.

Aus Teammanagersicht ärgerte sich Kroner zwar über das Resultat. Aber als Vorsitzender des MSC zog er ein positives Fazit: „Sauber über die Bühne gebracht. Gutes Event gehabt. Es waren spannende und gute Rennen dabei. Und wir haben es am Ende ohne große Verletzungen oder Stürze über die Bühne bringen können.“ Kroner sprach von einem lachenden und einem weinenden Auge.


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