„Beste Leistung gegen Hamm“ Nordhorn-Lingen schlägt zwei Zweitliga-Rivalen

Von Uli Menrtrup

Zufrieden: HSG-Trainer Heiner Bültmann. Sein Team überzeugte beim Test gegen Hamm. Foto: LeißingZufrieden: HSG-Trainer Heiner Bültmann. Sein Team überzeugte beim Test gegen Hamm. Foto: Leißing

Lingen Doppeltest für die HSG Nordhorn-Lingen gegen zwei Zweitliga-Rivalen als Einstimmung auf das DHB-Pokalspiel am Samstag in Schalksmühle gegen den Deutschen Meister SG Flensburg-Handewitt. In Lingen behauptete sich das Zwei-Städte-Team knapp mit 28:27 (18:14) gegen den VfL Eintracht Hagen. Der Vergleich in Sendenhorst gegen den ASV Hamm-Westfalen wurde beim Stand von 18:14 (14:11) wegen der Verletzung eines ASV-Spielers abgebrochen.

In der Lingener Kiesberghalle gefiel die HSG in der ersten Halbzeit mit guten Kombinationen. Mit der zweiten Welle kam sie erfolgreich zum Abschluss. Trainer Heiner Bültmann bescheinigte seinem Team vor dem Wechsel eine richtig gute Vorstellung.

Pöhle mit neun Toren

Danach allerdings machten sich acht vorherige Einheiten in der Woche bemerkbar. Seine Mannschaft wirkte im Abschluss nicht mehr so konzentriert. „Aber sie hat bis zuletzt gezeigt, dass sie gewinnen will.“ Hagens Keeper Nils Dresrüsse wehrte auch einige freie Bälle ab. Gefährlichster Werfer war Georg Pöhle mit neun Toren, davon drei Siebenmeter.

Test abgebrochen

Gegen den ASV Hamm-Westfalen waren die Treffer gleichmäßiger verteilt. Das Spiel wurde allerdings nach 39 Minuten nach einer Verletzung von Jan Brosch abgebrochen. Der Kreisläufer musste nach einer schweren Nackenverletzung lange in der Halle behandelt werden, konnte aber selbst wieder aufstehen. Hamm habe darum gebeten, nicht weiter zu spielen, sagte Bültmann. „Wir hoffen, dass es nichts Schlimmes ist.“

„Richtig stark“

Gegen Hamm, das in der Vorbereitung „alles weggehauen hat“, bot Nordhorn-Lingen das beste Vorbereitungsspiel. „Die Abwehr hat gut zugepackt“, sagt Bültmann. Das System passte, das Gegenstoßspiel klappte, Nordhorn-Lingen fand Lösungen. „Das war richtig stark.“ Es lief auf allen Positionen im Spiel und im Abschluss. Der Trainer hatte nicht erwartet, dass sein Team nach der Partie am Vortag zu so einer Leistung fähig sei. Es habe jetzt ein Gefühl dafür entwickelt, „auf welchem Niveau es spielen kann. Das war unsere reifste Leistung in der Vorbereitung.“

Wiese operiert

Nicht so schlimm wie befürchtet ist die Verletzung von Jens Wiese am Gelenk des rechten Wurfarms. Dennoch wurde der Rückraumschütze in Bremen operiert. Wann er wieder zur Verfügung steht, ist allerdings noch offen.

Statistiken

HSG gegen Hagen: Ravensbergen, Buhrmester; Verjans (3), Heiny (3), Leenders, Mickal (4), Miedema (2), de Boer, Smit (1), Seidel (3/1), Possehl (3), Pöhle (9/3), Zare, van Lengerich.

HSG gegen Hamm: Ravensbergen, Buhrmester; Verjans (2), Heiny (1), , Leenders (2), Mickal (1), Miedema (3), de Boer (1), Smit, Vorlicek, Seidel (2/1), Possehl (3), Pöhle (3), Zare, van Lengerich.


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