Sportstipendium in den USA Rudern: Ausnahmetalent Jan Hennecke will hoch hinaus

Von Henning Harlacher

Jan Hennecke (Ruderer ganz vorne) im ersten Achter der Northeastern University. Foto: Northeastern UniversityJan Hennecke (Ruderer ganz vorne) im ersten Achter der Northeastern University. Foto: Northeastern University

Lingen/Boston. Sein Talent hat Ruderer Jan Hennecke ein Sportstipendium an der Northeastern University in Boston in den USA eingebracht. Vor allem 2015 und 2016 sammelte der gebürtige Lingener Medaillen am Fließband.

Oftmals erzählen Sportler, dass sie mit jungen Jahren durch ihre Eltern zu ihrer Sportart gefunden haben. Beim 20-jährigen Jan Hennecke sieht es ein wenig anders aus.

„Ich bin durch einen Ruderergometerwettkampf der Lingener Schulen 2011 das erste Mal mit dem Rudern in Verbindung gekommen“, erzählt Hennecke. „Daraufhin wurde ich vom Trainer der Lingener Rudergesellschaft zu einem Probetraining eingeladen. Seitdem bin ich dabei.“ Und das, obwohl er gleich bei seiner ersten Rudereinheit im Einer gekentert ist.

Weltmeister in nur vier Jahren

Innerhalb kürzester Zeit entwickelte sich Hennecke zu einem der besten deutschen Ruderer seiner Altersklasse und konnte sich bereits 2012 den ersten Deutschen Meistertitel schnappen. „2015 wurde ich dann Weltmeister im Vierer mit Steuermann auf der Olympiastrecke von 2016. 2016 durfte ich mit dem Zweier ohne Steuermann Deutschland bei den Junioreneuropameisterschaften (Platz drei) und den Juniorenweltmeisterschaften (Platz zwei) vertreten“, so der 20-Jährige, der 2017 sein Abitur am Franziskusgymnasium in Lingen gemacht hat.

Im September 2017 folgte er dem Ruf der Northeastern University in Boston in den USA. Wegen eines Sportstipendiums und eines sehr guten Ruderteams habe er sich entschlossen, dort Maschinenbau zu studieren. Nun stehen für ihn in der Woche 20 Stunden Training auf dem Programm. „In den USA startet man hauptsächlich im Achter. Im Winter geht es für gut zwei Wochen nach Florida in ein Trainingslager. Außerdem gibt es eine sehr prestigeträchtige und alte Uni-Liga, in der viele Rennen während der Saison gefahren werden“, schätzt Hennecke seine Ausbildung in den USA.

Zielsetzung ist wichtig

Der Ruderer setzt sich bewusst klare Ziele: „Ich möchte mich in den nächsten Jahren neben einem guten Studium auf das Eliteniveau im Rudersport vorbereiten. Ein kurzfristiges Ziel ist es, bei den Amerikanischen Hochschulmeisterschaften mit meiner Uni auf das Podest zu kommen. In weiter Ferne steht ein sportlicher Traum, einmal bei den Olympischen Spielen dabei zu sein.“

Bisher hat allerdings alles geklappt, was sich Hennecke in den Kopf gesetzt hat, warum also nicht auch Olympia. In Lingen würde man ihm sicherlich einen großen Empfang bereiten.


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