Nahaufnahme der Lähdenerin Laura Müller gibt wie ihr Vater im Autocross Gas

Von Heiner Harnack

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Laura Müller ist glühende Autocrossfahrerin. Foto: Heiner HarnackLaura Müller ist glühende Autocrossfahrerin. Foto: Heiner Harnack

Herzlake Nur Eingeweihten sagt ihr Name etwas: Laura Müller, 21 Jahre alt, ist glühende Autocross-Anhängerin.

Bei der 32. Auflage des internationalen Rennens auf dem Fichtenring in Werlte ging die Studentin, die aus Lähden stammt, mit ihrem pinkfarbenen Dragster mit der Nummer 767 an den Start.

„Für mich ist Autocross das Haupthobby“, erzählte sie in einer Rennpause. Zum Beruf machen werde sie den Sport aber wohl nicht, meinte sie, die nicht wirklich sagen konnte, ob man aus dem Hobby auch eine Profession machen könne. „Das ist auch finanziell kaum zu stemmen“, zeigte sie auf, dass da dann auch ein zahlungskräftiger Sponsor in Aktion treten müsse. „Mein Vater ist schon seit über 30 Jahren im Autocross unterwegs und als ich in der Jugendklasse ab dem 14. Lebensjahr mitfahren durfte, gab es für mich kein Halten mehr“, so Laura Müller, die derzeit ein duales Studium bei Volkswagen in Wolfsburg durchläuft. „Ich habe eine Ausbildung zur Kfz-Mechatronikerin gemacht und im Studium befasse ich mich mit Fahrzeug-Mechatronik und Informatik“, machte sie deutlich, dass Frauen längst in technischen Berufen angekommen sind.

Motorradmotor unter der Haube

In der nächsten Zukunft wird die sportliche junge Frau beim Autokonzern in Wolfsburg bleiben. Beim Einstellungsgespräch habe man schon für gut befunden, dass sie als Rennfahrerin unterwegs sei. Es werde aber vom Konzern nichts gesponsert, schmunzelte sie, da man sofort auf die fast schon logische Idee kommen könnte, dass VW auch den eigenen Rennnachwuchs fördere. „In meinem Fahrzeug steckt übrigens ein Motorradmotor mit rund 180 PS“, gab sie einige technische Auskünfte über das pinkfarbene Fahrzeug mit der Startnummer 767. In der Rennklasse, in der sie unterwegs sei, sei das quasi der Standard, dass Motoren, die ansonsten Motorräder antrieben, mit 1150 Kubik daher kämen. „Mein Vater fuhr einst in dieser Klasse und so habe ich das auch übernommen“, erzählte sie weiter aus der motorsportbegeisterten Familie.

Enormer Zeitaufwand

So sei sie mit ihren Eltern zwischen zehn und zwölf Wochenenden im Jahr unterwegs, zeigte sie auf, dass ein enormer Zeitaufwand betrieben werden müsse, um von Rennen zu Rennen zu fahren. Aufs Treppchen in Werlte hatte es Laura Müller dieses Mal nicht geschafft. Dafür war die Konkurrenz doch zu stark. Mit einem Augenzwinkern verriet sie, dass sie schon davon träume, eines Tages ins Emsland zurückzukehren.


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