Mit zehn Pferden angereist Sandmann-Duo greift beim CHIO in Aachen an

Von Martin Reinholz

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Premiere in der Aachener Soers: Anna Sandmann – hier ein Bild der Lähdener Pferdetage im Juni – startet zum ersten Mal beim CHIO gemeinsam mit Vater Christoph. Foto: Martin ReinholzPremiere in der Aachener Soers: Anna Sandmann – hier ein Bild der Lähdener Pferdetage im Juni – startet zum ersten Mal beim CHIO gemeinsam mit Vater Christoph. Foto: Martin Reinholz

Lähden/Aachen Deutschlands erfolgreichster Vierspännerfahrer Christoph Sandmann und seine Tochter Anna starten beim „Weltfest des Pferdesports“, dem CHIO in Aachen. Mit insgesamt zehn Pferden hat sich das „Team Sandmann“ bereits am vergangenen Wochenende auf den Weg in die „Aachener Soers“ gemacht. Für Anna Sandmann ist das die erste Teilnahme in der Karlsstadt.

Das CHIO in Aachen gilt als eine der beliebtesten Pferdesportveranstaltungen Europas und zieht dementsprechend viele Besucher an. Im Reitstadion Soers findet die Veranstaltung bereits seit dem Jahr 1924 statt und ist seitdem zu einer nicht mehr wegzudenkenden Tradition geworden. Das Concours Hippique International Office, wie das CHIO korrekt heißt, beinhaltet die Disziplinen Dressurreiten, Springreiten, Vielseitigkeitsreiten, Voltigieren und Fahren. Die CHIO in Aachen ist die einzige derartige Veranstaltung in Deutschland, denn sie darf in jedem Land nur einmal ausgetragen werden.

23 Gespanne am Start

Das CHIO in Aachen hat bereits am Freitag begonnen. Die Disziplinen im Bereich Fahren beginnen am Mittwoch. Dienstag findet für alle Teilnehmer der Veterinärcheck der Pferde statt. Neben Anna und Christoph Sandmann gehen 22 weitere Gespanne aus Deutschland, Australien, Belgien, Frankreich, Ungarn, Niederlande, Schweiz, Schweden und den USA an den Start.

Trainingsrunden mit dem Weltmeister

Das deutsche Team, in dem neben Anna und Christoph Sandmann, Sebastian Hess aus Ubstadt-Weiher im nördlichen Baden-Württemberg als Einzelfahrer starten, wird durch die Mannschaftsteilnehmer Michael Brauchle aus Lauchheim im baden-württembergischen Ostalbkreis, Mareike Harm aus Negernbötel im Kreis Segeberg in Schleswig-Holstein und Georg von Stein aus Modautal in Südhessen komplettiert. Bereits am Wochenende haben die deutschen Vierspännerfahrer gemeinsam mit Weltmeister Boyd Exell noch einige Trainingsstunden eingelegt.

Jugendförderung

Vor der Abfahrt nach Aachen machte Christoph Sandmann keinen Hehl daraus, dass er „stolz über den Start von Anna“ in Aachen ist. „Sie wird mit meinem guten Gespann starten“, erklärte Sandmann. In den letzten Monaten habe sie sehr gute Ergebnisse auf Turnieren erzielt und könne nun aufgrund einer Extra-Einladung des Veranstalters zur Jugendförderung in Aachen teilnehmen.

Lob vom Bundestrainer

Ebenso sieht es Bundestrainer Karl-Heinz Geiger. „Anna war bislang auf allen Turnieren sehr gut“, sagte er anerkennend. „Ich hoffe, dass sie sich auch hier in Aachen sehr gut präsentieren wird.“

Drei Vater-Kind-Teams

Beim diesjährigen CHIO in Aachen rollen erstmals drei Väter mit ihrem Nachwuchs an den Start: neben Anna und Christoph Sandmann die Ungarn Vater Jozsef Dobrovitz und sein gleichnamiger Sohn sowie aus den Niederlanden Ijsbrand Chardon und sein Sohn Bram, der seit 2016 die Vierspännerzügel in der Hand hält, nachdem er vorher mit Ponys unterwegs war.

Vierspänner starten Mittwoch

Am Mittwoch findet für die Vierspännerfahrer eine Dressurprüfung mit einer speziellen Dressuraufgabe statt. Am Donnerstag starten die Dressurprüfungen zur Wertung in der Kombi, am Samstag der Geländemarathon und am Sonntag das Kegelhindernisfahren. Eine separate Prüfung ist das Kegelhindernisfahren „Jagd um Punkte“ am Freitag.

Teilnehmer bei Weltreiterspielen werden nominiert

Nach Aachen sollen nach Angaben von Bundestrainer Karl-Heinz Geiger auch die Tickets für die Teilnahme an den Weltreiterspielen Ende September im us-amerikanischen Tryon verteilt werden. Nachdem Sandmanns Verletzung weitgehend abgeklungen ist, sieht Geiger ihn klar als einen favorisierten WM-Teilnehmer.


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