25:20 gegen Hamm-Westfalen 2576 Zuschauer feiern Nordhorn-Lingen beim Saisonfinale



Nordhorn. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat sich beim Saisonfinale vor 2576 Zuschauern im Euregium mit 25:20 (14:9) gegen den ASV Hamm-Westfalen durchgesetzt. Damit verbesserte sich der Gastgeber noch auf Tabellenplatz sieben und baute seine Serie auf 9:1 Punkte aus.

„Es ist schon toll, vor so vielen Zuschauern zu spielen“, erklärte HSG-Trainer Heiner Bültmann. „Die Mannschaft wollte den Fans etwas zurückgeben.“ Das gelang. „Die Stimmung war fantastisch“, bekannte der Coach schon vor der Abschlussparty. Mit einem Schnitt von rund 2500 Zuschauern pro Spiel ist das Zwei-Städte-Team in der Liga top. „Und besser als einige Bundesligisten“, sagte Bültmann. Er war natürlich mit seinen Spielern zufrieden. Besonders hob er Fabian Kaleun hervor, der im Abschiedsspiel mit etlichen Paraden glänzte.

„Verdienter Sieg“

Auch Gäste-Coach Kay Rothenspieler sah einen verdienten Sieg der HSG. Er war mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft zufrieden. Aber zeitweise vermisste er die Qualität. Die Folge von mehreren verletzten Spielern und einer kräftezehrenden Saison.

Erstes Tor durch Mickal

Ohne große Zwänge für beide Mannschaften entwickelte sich in der Anfangsphase eine interessante Partie mit wechselnder Führung. Für das Zwei-Städte-Team warf Pavel Mickal das erste Tor, doch der wuchtige Kreisläufer Jan Brosch und der österreichische Nationalspieler Christoph Neuhold drehten den Rückstand in eine 2:1-Führung für die Westfalen.

Hamm 13 Minuten ohne Torerfolg

Beim 6:5 lag der Gast letztmals in Führung. Spielmacher Björn Zintel konnte noch zum 8:8 ausgleichen, aber dann war bei Hamm zwischenzeitlich die Luft raus. 13 Minuten blieb das Team ohne Torerfolg. Unerklärliche technische Fehler und eine eklatante Abschlussschwäche warfen den Gast aus der Bahn. „Wir haben einige Fahrkarten geworfen“, stellte Rothenspieler fest.

Angebot angenommen

Das Zwei-Städte-Team nahm das Angebot an und zog auf 14:8 davon. Für die ersten zehn Tore zeichnete die M&M-Produktion verantwortlich: Patrick Miedema und Pavel Mickal teilten sich die Tore. Am Ende wiesen sie genau wie Nicky Verjans je sieben Treffer auf.

Spannung beim 19:21

Nach der Pause machte der ASV wieder mehr Druck. „Wir haben alles versucht“, meinte Rothenspieler. Seine Mannschaft kam zwar noch auf zwei Tore heran (19:21, 55. Minute), doch für die Wende fehlte dem Gast die letzte Qualität. „Da war der Gegner stark. Wir hätten vermutlich noch zwei Stunden spielen können, ohne heranzukommen“, befürchtete ASV-Innenblockspieler Markus Fuchs.


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