„Hexer“ Thiel kommt zur Ehrung HSG Nordhorn-Lingen: Buhrmester Torhüter der Saison

Von Uli Mentrup und Dieter Kremer

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Björn Buhrmester ist bester Torhüter der 2. Bundesliga. Foto: ScholzBjörn Buhrmester ist bester Torhüter der 2. Bundesliga. Foto: Scholz

um/dkr Lingen. Ehre, wem Ehre gebührt: Björn Buhrmester von der HSG Nordhorn-Lingen darf sich mit dem Titel „Bester Torhüter der Saison 2017/18“ in der 2. Handball-Bundesliga schmücken. Die Auszeichnung übernimmt der ehemalige Weltklasse-Keeper, „Hexer“ Andreas Thiel, beim letzten Saisonspiel des Zwei-Städte-Teams gegen den ASV Hamm-Westfalen am Samstag ab 18.30 Uhr im Euregium.

„Das kam für mich schon recht überraschend. Natürlich fühle ich mich geehrt und habe mich sehr darüber gefreut. Gerade auch, weil ich von den Trainern gewählt worden bin. Weil sie ja dementsprechend schon ein wenig Ahnung von der ganzen Materie haben.“ Überrascht sei er, weil er aus seiner Sicht in der Vergangenheit schon bessere Serien gespielt habe, ergänzt Buhrmester. Er glaube nicht, dass bei der Wahl nur die Anzahl der Paraden berücksichtigt wurde. „Aber darauf kommt es vielleicht auch nicht immer an. Womöglich haben sich die Trainer in den letzten Jahren auch einen solchen Eindruck von mir gemacht. Und es damit gar nicht mal so auf diese Saison bezogen – kann ich mir vorstellen.“

424 Würfe abgewehrt

Die Zahlen nach 37 Spieltagen sprechen für „Buhrmi“: Der 33-Jährige gehörte in seiner neunten Spielzeit bei der HSG in sämtlichen statistischen Kategorien zu den Toptorhütern der 2. Bundesliga. In 37 Partien parierte der 1,96 Meter lange Schlussmann 424 Würfe – so viele wie kein anderer Keeper. Außerdem hielt er die meisten Siebenmeter (34), stand mit 35 Stunden und 37 Minuten am längsten auf der Platte. Die Quote der gehaltenen Bälle liegt bei 32,24 Prozent. Vier Treffer hat er selbst erzielt, zwölf vorbereitet.

Als Spieler und Mensch wichtig

„Er hat es verdient“, erklärt Trainer Heiner Bültmann. Buhrmester sei schon seit Jahren ein absoluter Leistungsträger bei Nordhorn-Lingen, beim Gegner habe er sich Respekt erarbeitet. „Man kann sich immer auf ihn verlassen.“ Als Spieler und auch als Mensch.

Arbeit als Physiotherapeut

Buhrmester stieg 2009 mit TuS-N Lübbecke in die 1. Handball-Bundesliga auf, wechselte dann zur HSG, bei der er über 340 Partien absolvierte. Der gebürtige Mindener verbindet Leistungssport und Beruf. Er arbeitet als Physiotherapeut.

Ehrung am Samstag

„Sehr passend“, meinte Bültmann zur Auszeichnung durch Torwartlegende Thiel, der bei der Handball-Bundesliga als Justiziar tätig ist. Der 58-Jährige wurde wegen seiner Reflexe der „Hexer“ genannt. Für den VfL Gummersbach, TSV Bayer Dormagen und die SG Flensburg-Handewitt kam er zu 528 Erstligaeinsätzen. 256 Spiele bestritt er für die deutsche Nationalmannschaft. Gleich sieben Mal wurde er zum Handballer des Jahres gewählt.


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