2519 Zuschauer in Emslandarena 31:22 – Nordhorn-Lingen überrollt Dessau-Roßlau

Von Uli Mentrup


Lingen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat seine Negativserie von sechs sieglosen Spielen eindrucksvoll beendet. Vor 2519 Zuschauern in der Emslandarena überrollte er den Dessau-Roßlauer HV mit 32:21 (15:9).

Die Stimmung in der Halle war glänzend. Die Fans feierten den Gastgeber, der nicht nur mit engagierter Vorstellung für hohen Unterhaltungswert sorgte. Torwart Björn Buhrmester parierte gleich drei Siebenmeter, Pavel Mickal erwies sich nicht nur als sicherer Siebenmeter-Schütze, sondern schloss nach Vorarbeit von Nicky Verjans per Kempa-Trick ab.

„Bis zum Ende durchgezogen“

„Wir wollten das letzte Spiel in dieser Saison in der Emslandarena unbedingt gewinnen“, war Trainer Heiner Bültmann mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Er erkannte nicht nur großen Willen, sondern auch spielerisch gute Lösungen. „Wir haben richtig Gas gegeben. Das haben wir bis zum Ende durchgezogen.“ Gästecoach Uwe Jungandreas sprach von einer auch in der Höhe verdienten Niederlage.

Innenblock mit Leenders und Wiese

Das Zwei-Städte-Team machte von Beginn an klar, dass es die Negativserie mit Macht beenden wollte. Es packte in der Abwehr um den Innenblock Toon Leenders und Jens Wiese energisch zu, unterband etliche Angriffe der zeitweise überfordert wirkenden Gäste aus Sachsen-Anhalt, denen zu viele technische Fehler unterliefen, die aber auch wenig Mittel gegen die konzentrierte HSG-Abwehr fanden.

Gute Lösungen

Im Angriff dagegen fand der Gastgeber immer wieder gute Lösungen gegen die wie erwartet offensiv und aggressiv agierende Abwehr der Mannschaft von Trainer Uwe Jungandreas, die am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt perfekt gemacht hatte. Nur selten schloss die HSG vorschnell ab, sie suchte die Lücke – und fand sie zumeist auch. Bis zum Seitenwechsel verzeichnete Dessaus Torwart Phil Döhler vier Paraden.

Frühe Auszeit

Die 15:9-Führung des Zwei-Städte-Teams zur Pause war verdient. Nach 24 Sekunden lag es durch einen Wurf von Lutz Heiny vorn. Nach dem 0:3 in der vierten Minute nahm Dessau-Roßlau die erste Auszeit. Doch näher als auf zwei Tore (1:3, 2:4) kam der Gast nie heran. Dabei hatte er noch Glück, dass HSG-Torwart Björn Buhrmester den Siebenmeter von Vincent Sohmann nur berührte, aber nicht abwehrte. Das gelang „Buhrmi“ erst beim nächsten Versuch der Rückraumspielers.

Comeback von de Boer

Die HSG, bei der sich in der 20. Minute überraschend der länger verletzte Kreisläufer Luca de Boer zurückmeldete, setzte energisch nach. Mit drei Toren in Folge baute sie den Vorsprung auf 20:12 (38.) und 22:13 aus. Am Ende hieß es 31:22.