23:28 in Balingen Nordhorn-Lingen: Trainer-Lob trotz Negativlaufs

Von Uli Mentrup

Gefährlichster HSG-Schütze bis zur Pause: Philipp Vorlicek musste in der zweiten Hälfte mit Knieproblemen passen. Handball-Zweitligist Nordhorn-Lingen verlor beim Bundesligaabsteiger HBW Balingen-Weilstetten mit 23:28. Foto: LeißingGefährlichster HSG-Schütze bis zur Pause: Philipp Vorlicek musste in der zweiten Hälfte mit Knieproblemen passen. Handball-Zweitligist Nordhorn-Lingen verlor beim Bundesligaabsteiger HBW Balingen-Weilstetten mit 23:28. Foto: Leißing

Balingen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen konnte den Negativlauf nicht stoppen. Er verlor vor 1920 Zuschauern beim Tabellennachbarn HBW Balingen-Weilstetten mit 23:28 (9:13). Das sechste Spiel ohne Sieg. Dennoch lobte Trainer Heiner Bültmann seine Mannschaft.

„In Balingen kann man nur etwas mitnehmen, wenn alles passt“, stellte Bültmann fest. „Das war schon gut, aber in dieser Konstellation reicht das vielleicht nicht.“ Ohne die verletzten Lasse Seidel, Alex Terwolbeck. Luca de Boer und Frank Schumann war es schwer. Zudem musst der im ersten Durchgang mit vier Toren beste Werfer nach der Pause passen: Philipp Vorlicek klagte über Knieprobleme.

„Kampf und Disziplin stimmten“

„Kampf und Disziplin stimmten“, urteilte der Trainer. Im Angriff habe sein Team gegen eine starke Abwehr oft Lösungen gefunden. Den Innenblock bildeten Jens Wiese und Toon Leenders. Eine neue Konstellation, die ihre Aufgaben aber gut erledigte.

Sechster Heimsieg in Folge

Die Mannschaft von Trainer Jens Bürkle bestätigte den guten Lauf vor eigenen Fans: Sie gewann das sechste Heimspiel in Folge.

0:3 nach fünf Minuten

Das Zwei-Städte-Team fand nur schwer ins Spiel. In der fünften Minute führte der Gastgeber aus Baden-Württemberg mit 3:0. „Da haben wir wohl noch im Bus gesehen“, meine Bültmann. Seine Mannschaft wehrte sich allerdings vehement, kam über 1:3 durch den schon gegen Essen torgefährlichen Pavel Mickal und 2:5 mit einem Drei-Tore-Lauf beim 5:5 zum Unentschieden. Diesen Treffer warf Vorlicek. Schon sein zweites Tor, drei hatte Mickal beigesteuert.

Bundesligaabsteiger führt zur Pause 13:9

Doch dann zog der Bundesligaabsteiger davon. Über 7:5 und 9:6 auf 13:9 zur Halbzeitpause. Erstmals lagen die selbst ernannten Gallier von der Alb mit vier Toren vorn. Sie nutzten die zweite Zwei-Minuten-Strafe gegen Kreisläufer Toon Leenders zu zwei Treffern in Folge.

Torwart Mrvka zeichnet sich aus

Nach dem Seitenwechsel zog der Gastgeber weiter davon. Dabei zeichnete sich der der 29-jährige tschechische Nationaltorwart Tomas Mrvka aus. Nach dem 14. Gegentor entschärfte er drei HSG-Angriffe in Folge.

Umstellung auf 5:1-Abwehr

Beim 15:21 (46.) musste die HSG Balingen-Weilstetten auf sechs Tore ziehen lassen, beim 19:22 (53.) kam sie bis auf drei Treffer heran. Bültmann hatte auf eine 5:1-Abwehr umgestellt. In den letzten Minuten versuchte es der Gast mit doppelter Manndeckung, machte auf, konnte aber keine Wende mehr einleiten. Die Kräfte ließen nach.

Erste Niederlage gegen Balingen

Auch wenn die Statistik wenig aussagekräftig ist, weil nur zwei Zweitliga-, aber sieben Erstligaspiele bis 2009 darin enthalten sind: Das Zwei-Städte-Team verlor erstmals gegen Balingen-Weilstetten.