33:28-Sieg des Bergischen HC Tabellenführer schlägt HSG Nordhorn-Lingen im Euregium

Von Dieter Kremer


Nordhorn. 16. Auswärtssieg im 16. Gastspiel für den Bergischen HC: Der Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga hat am Sonntag auch bei der HSG Nordhorn-Lingen nichts anbrennen lassen. Der designierte Aufsteiger gewann vor 2472 Zuschauern im Euregium mit 33:28 (15:13).

Bis zum 20:20 von Yannick Fraatz in der 34. Minute lag der BHC permanent vorne. Als Philipp Vorlicek sechs Minuten später die erste HSG-Führung der Partie erzielte, kochte die Halle. Aber der Bergische HC behielt im Stile einer Spitzenmannschaft die Ruhe und zog wieder auf drei Tore davon – 24:27 (51.). Fünf Minuten vor dem Ende war die Begegnung nach einem 4:0-Lauf des BHC entschieden. Die drei Treffer hintereinander von Patrick Miedema, Philipp Vorlicek und Lutz Heiny bedeuteten für die HSG Nordhorn-Lingen, die verletzungsbedingt auf Frank Schumann, Lasse Seidel und Alex Terwolbeck verzichten musste, nur noch Ergebniskosmetik. Die Gastgeber hatten sich in der entscheidenden Phase zu viele technische Fehler geleistet. Zudem sah Toon Leenders zehn Minuten vor Schluss nach seiner dritten Zweiminutenstrafe die Rote Karte.

Kurz nach der Pause kam Csaba Szücs bei den Gästen erstmals in der Abwehr zum Einsatz. Kristian Nippes hatte sich offenbar den kleinen Finger ausgerenkt. Er stand fast im 90-Grad-Winkel ab, sodass Nippes nicht mehr zurückkehrte. Zehn Sekunden vor dem Ende sah Szücs nach einem harten Einsteigen gegen Heiny noch Rot. Der 30-jährige Slowake trug in der Saison 2008/09 das Trikot des damaligen Erstligisten HSG Nordhorn-Lingen. Danach wechselte Szücs nach Großwallstadt. Seit dieser Saison spielt der ehemalige Nationalspieler beim Bergischen HC.

Fehler sofort bestraft

Man habe gesehen, warum der BHC dort oben stehe und erst zweimal verloren habe, fasste HSG-Akteur Jens Wiese die Partien zusammen. „Obwohl wir eine Riesenstimmung in der Halle hatten, sind die die ganze Zeit cool geblieben und haben sich davon nicht wirklich beeindrucken lassen.“ Immer wenn seine Mannschaft zwei, drei Fehler gemacht habe, sei es sofort bestraft worden. „Wir haben auf jeden Fall ein gutes Spiel gemacht. Aber um den BHC zu schlagen, hätte wirklich alles passen müssen.“

Zustimmung erntete Wiese von seinem Mitspieler Nicky Verjans. „Das ist eine Topmannschaft in der Liga. Wir hatten in den letzten Jahren keine so starke Nummer eins wie in diesem Jahr mit dem BHC.“ Man habe gemerkt, dass der Gegner die Sache ernst genommen habe. „Sie haben sich sehr gut auf uns vorbereitet, und man hat gesehen, wie gerne sie den Sieg hier wollten.“ Der Bergische HC habe trotz der Stimmung kühlen Kopf bewahrt.