Aus Krankheitsgründen Besuch von DFB-Präsident Grindel in Lathen abgesagt

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Lathen. Enttäuschung im Emsland: DFB-Präsident Reinhard Grindel musste am Donnerstag seinen Besuch in Lathen wenige Stunden zuvor aus Krankheitsgründen absagen. Dagegen wollte der 56-Jährige am Abend den Termin beim TV Bunde wahrnahmen.

Grindel habe um die Absage des Lathen-Termins gebeten, wolle sich aber so gut wie möglich fitmachen, um den späteren Termin in Bunde wahrzunehmen, teilte das Büro der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann auf Anfrage mit. Connemann hatte Grindel zu einem Besuch in ihrem Wahlkreis eingeladen. Der Kreisehrenamtsbeauftragte im Fußballkreis Emsland, Hermann Wilkens, hatte in Absprache mit dem DFB Lathen als Ort vorgeschlagen.

Ersatztermin gesucht

Nach Möglichkeit soll ein Ersatztermin für den Grindel-Besuch gefunden werden. „Wir hoffen, dass wir den Termin nachholen können“, sagt Connemanns Pressesprecher Sebastian Werl. Möglicherweise werde es dazu aber erst nach der Fußball-Weltmeisterschaft kommen, heißt es. Ob der Besuch dann auch in Lathen stattfinden werde, müsse man dann sehen.

Zunächst sollte es am Nachmittag im Rathaus ein Empfang für Grindel geben, bevor er sich in das Goldene Buch der Gemeinde eintragen sollte. Danach war ein Besuch des 56-Jährigen am Sportgelände des SV Raspo Lathen geplant. Damit fällt auch die Diskussionsrunde zwischen dem DFB-Chef und Vertretern von Raspo Lathen, der Nachbarvereine sowie Jugendbetreuern der Spielgemeinschaft aus. Die Themen sollten „Jugendarbeit im Mädchen- und Jungenfußball“ sowie „Ehrenamt - Überlebenswichtig für kleine Vereine - aber ein Auslaufmodell?“ lauten.

In der Vorwoche hatte Grindel den 25 neuen Fußballlehrern, darunter auch Christian Neidhart vom SV Meppen, bei der Gala in Neu-Isenburg zur bestandenen Prüfung gratuliert. Kein Glück brachte der Funktionär im August dem SVM beim Heimspiel gegen Magdeburg. Dort saß er bei der 1:2-Niederlage der Emsländer auf der Tribüne, nachdem er sich in Meppen ins Goldene Buch der Stadt eingetragen hatte.

Zwölfter DFB-Präsident

Grindel ist der zwölfte Präsident in der Geschichte des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Auf dem Außerordentlichen DFB-Bundestag in Frankfurt am Main wurde Grindel am 15. April 2016 von den Delegierten als Nachfolger von Wolfgang Niersbach gewählt. Am 4. November 2016 wurde er auf dem 42. Ordentlichen DFB-Bundestag in Erfurt von den 258 Delegierten einstimmig wiedergewählt.


Grindel wurde am 19. September 1961 in Hamburg geboren. Nach dem Abitur beginnt er in Hamburg mit dem Studium der Rechtswissenschaften, das er 1988 mit einem Prädikatsexamen abschließt. Neben und nach dem Studium arbeitet er als Journalist. Von 1988 bis 1992 ist er Redakteur bei Radio Schleswig-Holstein und SAT.1, von 1992 bis 1997 Fernsehredakteur beim ZDF in Bonn. 1997 geht er nach Berlin, dort wird er Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios, von 1999 bis 2002 ist er Studioleiter des ZDF in Brüssel. Danach wechselt Grindel in die Politik, für die CDU zieht er im Jahr 2002 über die niedersächsische Landesliste in den Bundestag ein, nicht anders ist es in den Jahren 2005, 2009 und 2013.

Dem Fußball ist Grindel seit eh und je verbunden. In Kindheit und Jugend spielt er auf verschiedenen Positionen beim SC Victoria Hamburg, beim Rotenburger SV war er Pressewart. Hin und wieder ist er als Fußballer auch heute noch aktiv, als Spieler des FC Bundestag.

Von 2011 bis 2014 war Grindel 1. Vizepräsident des Niedersächsischen Fußballverbandes. Im Oktober 2013 wurde er als Schatzmeister in das Präsidium des DFB gewählt. Am 17. November 2015 wurde er als Kandidat für den Präsidentenposten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vorgeschlagen, dieses Amt hat er seit dem 15. April 2016 inne. Auf dem 41. Ordentlichen Kongress der Europäischen Fußball-Union am 5. April 2017 in Helsinki wurde Reinhard Grindel in das UEFA-Exekutivkomitee und in das FIFA-Council gewählt und als UEFA-Vizepräsident Governance eingesetzt.

Grindel ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

(Quelle: www.dfb.de)

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