Nahaufnahme Salzbergenerin Grothus: 16-Jährige mit Führungsqualitäten

Von Kim Patrick von Harling

Sophie Grothus (Mitte) führt mit 16 Jahren die Mannschaft von Alemannia Salzbergen als Kapitänin an. Foto: Werner ScholzSophie Grothus (Mitte) führt mit 16 Jahren die Mannschaft von Alemannia Salzbergen als Kapitänin an. Foto: Werner Scholz

Salzbergen. Sie ist gerade einmal 16 Jahre alt und führt bereits die Verbandsliga-Volleyballerinnen von Alemannia Salzbergen als Kapitänin aufs Feld – Sophie Grothus.

Aufgrund ihrer sportlichen Vita ist die Position als Mannschaftsführerin jedoch nicht verwunderlich. Bereits seit 2014 trainiert die Gymnasiastin im Damen-Bereich, seit zwei Jahren ist sie fester Bestandteil in der ersten Mannschaft.

Gute Möglichkeit, der Mannschaft zu helfen“

„Vor dieser Saison, als wir auf Turnieren gespielt haben, wollte niemand Kapitänin sein. Das habe ich dann gemacht“, erklärt Grothus. Sie machte ihre Sache gut, das Team war zufrieden. „Dann wurde ich gefragt, ob ich weitermachen wolle. Ich dachte mir: Das ist eine gute Möglichkeit, um der Mannschaft zu helfen.“ Fortan führte sie die Auswahl von Trainer Berthold Trepohl als Kapitänin in die Hallen der Verbandsliga.

Volleyball anstatt Schwimmen und Tennis

Grothus, die auf der Diagonal-Position spielt, hatte sich auch im Schwimmen und Tennis probiert. „Ich habe aber gemerkt, dass mir Einzelsport nicht so sehr gefällt wie der Teamsport. Man ist nie alleine schuld und wird immer aufgebaut“, sagt die 16-Jährige.

Erstes Training mit acht Jahren

Im Alter von acht Jahren trainierte sie das erste Mal mit einem Volleyball in der Halle. Freundinnen hatten sie zum SV Alemannia Salzbergen mitgenommen. „Die spielen aber alle nicht mehr. Ich bin die Einzige, die übrig geblieben ist“, erklärt Grothus und lacht dabei. „Das erste Training hat mir direkt gefallen. Ich dachte mir, dass ich das weitermachen möchte.“ Gesagt, getan: Nur eine Woche nach ihrer ersten Übungseinheit kehrte Grothus zum SV Alemannia Salzbergen zurück – und blieb dem Verein fortan treu.

Bronze bei den nordwestdeutschen Meisterschaften

Die gebürtige Salzbergenerin mauserte sich zu einer starken Linkshänderin mit Führungsqualitäten. Mit der U-18-Auswahl der Alemannia fuhr Grothus zu den nordwestdeutschen Meisterschaften nach Bad Laer. Die Mannschaft holte die Bronzemedaille. „Es war ein sehr spannendes Turnier, wir kannten die Teams wie Raspo Lathen ja bereits. Wir wussten, dass sie enorm stark sind“, berichtet Grothus. „Wir hätten nie damit gerechnet, dass wir Dritter werden könnten. Die Freude war dementsprechend groß.“

Irgendwann noch höher spielen

Grothus, die zurzeit die elfte Klasse des Gymnasiums Dionysianum in Rheine besucht, erinnert sich noch gerne an den finalen Spieltag der vergangenen Saison zurück, als Salzbergen in letzter Sekunde den Aufstieg in die Verbandsliga perfekt machte. „Das war neben der nordwestdeutschen Meisterschaft sicherlich mein größter sportlicher Erfolg“, freut sich Grothus. „Gerne würde ich irgendwann nochmal höher spielen. Aber das ist eher ein langfristiges Ziel.“