22:31 gegen Bietigheim Nordhorn-Lingen: Debakel statt Aufholjagd

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Lingen. Handball-Zweitligist HSG Nordhorn-Lingen hat gegen den Tabellenzweiten SG BBM Bietigheim deutlich mit 22:31 (11:14) verloren. Die dritte Heimniederlage vor 3011 Zuschauern in der Emslandarena.

„Eine Klatsche“, stellte Geschäftsführer Siggi Loeks nach der deutlichen Niederlage frustriert fest. „Dass es so deutlich wurde, das tut richtig weh“, bekannte Trainer Heiner Bültmann. Bis zur 54. Minute sah er die Partie noch halbwegs eng (22:26). Doch dann warf der Gast die letzten fünf Treffer. Verdient war die Niederlage allemal. „Am Ende war es bei uns zu wenig“, stellte Torwart Björn Buhrmester fest. Zwischenzeitlich hatte das Zwei-Städte-Team die Chance heranzukommen. „Wir haben die Möglichkeiten nicht genutzt“, erklärte „Buhrmi“, der auch die Verletzungen von Lasse Seidel, Alex Terwolbeck und Frank Schumann nicht gelten ließ. „Das haben wir schon mit weniger Personal besser hinbekommen“, war er angefressen.

Freie Bälle nicht genutzt

„Was wir uns hinten aufgebaut haben, haben wir phasenweise vorne wieder eingerissen“, betonte Bültmann. Dass so viele freie Balle nicht genutzt wurden und zu viele technische Fehler unterliefen, störte ihn. „Dann ist es einfach schwer, ein Spiel noch zu drehen.“

Bietigheims siebter Sieg in Serie

Immer wieder konnte sich Nordhorn-Lingen gegen die starke Abwehr der Baden-Württemberger, die den siebten Sieg in Serie feierten, nicht durchsetzen. Insbesondere Torwart Domenico Ebner schien den Ball vor allem im ersten Durchgang geradezu magnetisch anzuziehen.

Miserabler Start schwere Hypothek

Der miserable Start erwies sich als schwere Hypothek. Gleich dreimal scheiterte Yannick Fraatz in der Anfangsphase. Pavel Mickal konnte den Ebner freistehend ebenfalls nicht überwinden. Das Zwei-Städte-Team schien fast zu verzweifeln. Einmal zappelte der Ball beim Stand von 0:2 im Netz des Bietigheimer Tores. Jens Wiese hatte getroffen. Doch den Bruchteil einer Sekunde zuvor hatte der Schiedsrichter gepfiffen, um Gerdas Babarskas die Gelbe Karte zu zeigen. Es war wie verhext. So hieß es 0:4.

Erstes Tor in der zehnten Minute

Dann endlich der erlösende erste Treffer für Nordhorn-Lingen. Nach exakt 9:11 Minuten setzte sich Luca de Boer, der zuvor in der Abwehr schon einige Bälle geblockt hatte, am Kreis durch. Der Anschlusstreffer. Die Aufholjagd sollte beginnen. Dabei bewies das Publikum in der Emslandarena viel Gespür für die Situation, trieb das Zwei-Städte-Team nach vorn, verzieh Fehler im Spiel.

Heiny mit fünf Toren vor der Pause

Die Aufholjagd erinnerte ein jedoch an das Märchen vom Hasen und vom Igel. Immer, wenn die HSG dicht dran schien, zog Bietigheim wieder davon. „Wir haben einige Chancen gut herausgespielt“, sagte Buhrmester. Lutz Heiny, der Zug zum Tor zeigte und fünf der elf HSG-Tore vor der Pause warf, verkürzte auf 7:9 (21.). Dann blieb beim Gegenstoß von Alec Smit, der früh für Fraatz kam, der Pfiff aus. Aus dem 8:10 wurde ein 8:12, aus dem 11:13 ein 11:14 zur Pause.

Fehlerquote zu hoch

Nordhorn-Lingen kam gegen die aggressiv abwehrenden Gäste einfach nicht näher heran. Das Team wirkte hektisch, die Fehlerquote war zu hoch. Gelegentlich keimte Hoffnung auf. Die HSG-Spieler zeigten den nötigen Willen. Aber die Niederlage konnten sie nicht mehr verhindern. Bietigheim hatte einfach mehr Qualität und fand nach der Pause gegen die 5:1-Abwehr der HSG schnell Lösungen.


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